Restnutzungsdauer-Lexikon 2026

Alle Begriffe zu Immobilien, Abschreibung, Gutachten & Steuern
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354 Begriffe
A

Abbaukurve (ABK) #

Restnutzungsdauer

Die Abbaukurve (ABK) beschreibt den Verlauf der Wertminderung eines Gebäudes über dessen Nutzungsdauer. Sie zeigt, wie sich der Gebäudewert durch Alterung und Abnutzung im Zeitverlauf reduziert. In der Immobilienbewertung dient sie unter anderem als Grundlage zur Ermittlung der Alterswertminderung.

Abbruchverpflichtung #

Immobilien

Eine Abbruchverpflichtung ist die rechtliche Verpflichtung, ein Gebäude oder bauliche Anlagen zu einem bestimmten Zeitpunkt oder bei Eintritt bestimmter Voraussetzungen zu beseitigen. Sie kann sich aus behördlichen Auflagen, Verträgen oder dem öffentlichen Baurecht ergeben. Eine bestehende Abbruchverpflichtung kann den Wert einer Immobilie erheblich beeinflussen.

Abgeschlossenheitsbescheinigung #

Recht

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung bestätigt, dass Wohnungen oder sonstige Nutzungseinheiten baulich voneinander getrennt und abschließbar sind. Sie wird von der zuständigen Baubehörde ausgestellt und ist Voraussetzung für die Bildung von Wohnungseigentum nach dem Wohnungseigentumsgesetz. Ohne sie kann eine Immobilie in der Regel nicht in einzelne Eigentumseinheiten aufgeteilt werden.

Ablösung #

Immobilien

Die Ablösung bezeichnet die vollständige Rückzahlung oder Ersetzung einer bestehenden finanziellen Verpflichtung, beispielsweise eines Darlehens oder einer Grundschuld. Sie erfolgt häufig im Rahmen eines Immobilienverkaufs oder einer Umschuldung. Nach der Ablösung können bestehende Sicherheiten gelöscht oder auf ein neues Darlehen übertragen werden.

Abnahmeverpflichtung #

Immobilien

Die Abnahmeverpflichtung verpflichtet den Auftraggeber, ein vertragsgemäß fertiggestelltes Bauwerk oder eine Bauleistung abzunehmen. Mit der Abnahme gehen wesentliche rechtliche Folgen einher, beispielsweise der Beginn der Gewährleistungsfrist und der Übergang der Gefahr auf den Auftraggeber.

Abnutzungsvorrat #

Restnutzungsdauer

Der Abnutzungsvorrat beschreibt den Anteil der bereits eingetretenen Wertminderung eines Gebäudes infolge von Alter und Nutzung. Er ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem Gebäudealter und der Gesamtnutzungsdauer. In der Immobilienbewertung dient er als Grundlage für die Ermittlung der Alterswertminderung.

Abschreibung #

Steuern

Die Abschreibung bezeichnet die steuerliche oder bilanzielle Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Vermögensgegenstands auf dessen Nutzungsdauer. Bei Immobilien betrifft sie grundsätzlich nur den Gebäudewert, nicht jedoch den Bodenwert. Sie berücksichtigt den Wertverlust durch Alterung und Nutzung.

Abschreibungspotenzial #

Steuern

Das Abschreibungspotenzial beschreibt die Möglichkeit, die steuerliche Abschreibung einer Immobilie zu erhöhen oder über einen kürzeren Zeitraum vorzunehmen. Es ergibt sich häufig durch den Nachweis einer kürzeren tatsächlichen Restnutzungsdauer mittels eines Sachverständigengutachtens. Ein höheres Abschreibungspotenzial kann die steuerliche Belastung reduzieren.

Absetzung für Abnutzung (AfA) #

Steuern

Die Absetzung für Abnutzung (AfA) ermöglicht die steuerliche Abschreibung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Gebäudes über dessen Nutzungsdauer. Sie dient dazu, den Wertverlust der Immobilie steuerlich zu berücksichtigen. Kann eine kürzere Restnutzungsdauer nachgewiesen werden, ist unter bestimmten Voraussetzungen eine höhere jährliche AfA möglich.

Abstandsfläche #

Recht

Die Abstandsfläche ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand zwischen einem Gebäude und der Grundstücksgrenze oder anderen Gebäuden. Sie dient dem Brandschutz, der Belichtung, Belüftung sowie dem nachbarschaftlichen Interessenausgleich. Die genauen Anforderungen ergeben sich aus der jeweiligen Landesbauordnung.

Abtretung #

Recht

Eine Abtretung ist die rechtsgeschäftliche Übertragung einer Forderung von einem bisherigen Gläubiger auf einen neuen Gläubiger. Im Immobilienbereich betrifft sie häufig Ansprüche aus Kaufverträgen, Darlehen oder Grundpfandrechten. Für den Schuldner ändert sich dabei lediglich der Anspruchsinhaber.

Abwicklungsnotar #

Recht

Ein Abwicklungsnotar übernimmt die ordnungsgemäße Durchführung eines notariellen Rechtsgeschäfts nach dessen Beurkundung. Er sorgt unter anderem für die Einholung erforderlicher Genehmigungen, die Eintragung im Grundbuch sowie die Auszahlung des Kaufpreises nach Vorliegen aller Voraussetzungen. Dadurch wird eine rechtssichere Vertragsabwicklung gewährleistet.

Altbau #

Immobilien

Ein Altbau ist ein Gebäude, das in einer früheren Bauperiode errichtet wurde und häufig typische architektonische Merkmale seiner Entstehungszeit aufweist. Dazu gehören beispielsweise hohe Decken, massive Bauweisen oder historische Fassaden. Der Begriff ist gesetzlich nicht definiert und beschreibt keine bestimmte Altersgrenze.

Alterswertminderung #

Restnutzungsdauer

Die Alterswertminderung bezeichnet den Wertverlust eines Gebäudes, der durch Alterung, Abnutzung und technischen Verschleiß entsteht. Sie wird insbesondere im Sachwertverfahren berücksichtigt und mindert den Gebäudesachwert. Modernisierungen und Sanierungen können die Alterswertminderung teilweise ausgleichen.

Alterswertminderung nach Ross #

Restnutzungsdauer

Die Alterswertminderung nach Ross ist ein Verfahren zur Berechnung der Wertminderung eines Gebäudes, bei dem der Wertverlust in den ersten Nutzungsjahren geringer und gegen Ende der Nutzungsdauer stärker ausfällt. Dadurch wird der tatsächliche Alterungsprozess eines Gebäudes realistischer abgebildet als bei einer rein linearen Berechnung. Das Verfahren wird häufig im Sachwertverfahren angewendet.

Alterswertminderung nach Vogels #

Restnutzungsdauer

Die Alterswertminderung nach Vogels ist ein Berechnungsverfahren, bei dem der Wertverlust eines Gebäudes anhand einer mathematischen Funktion über die Gesamtnutzungsdauer ermittelt wird. Ziel ist eine möglichst realitätsnahe Abbildung der wirtschaftlichen Alterung. Das Verfahren findet vor allem in der Immobilienbewertung Anwendung.

Altlasten #

Immobilien

Altlasten sind Boden- oder Grundwasserverunreinigungen, die durch frühere Nutzungen eines Grundstücks entstanden sind. Sie können von ehemaligen Industrieanlagen, Deponien oder unsachgemäß gelagerten Schadstoffen ausgehen. Altlasten können den Grundstückswert erheblich mindern und hohe Sanierungskosten verursachen.

Amortisation #

Immobilien

Die Amortisation beschreibt den Zeitraum, in dem sich eine Investition durch die erzielten Erträge oder eingesparten Kosten wirtschaftlich bezahlt macht. Im Immobilienbereich wird sie häufig zur Beurteilung von Modernisierungsmaßnahmen oder energetischen Sanierungen herangezogen. Eine kurze Amortisationsdauer spricht in der Regel für eine wirtschaftlich sinnvolle Investition.

Amtlicher Lageplan #

Immobilien

Der amtliche Lageplan ist eine von einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur oder der Vermessungsbehörde erstellte zeichnerische Darstellung eines Grundstücks. Er enthält unter anderem Grundstücksgrenzen, Gebäude, Flurstücksnummern sowie baurechtlich relevante Angaben. Der Lageplan ist häufig Bestandteil eines Bauantrags.

Annahmeerklärung #

Immobilien

Die Annahmeerklärung ist die Zustimmung zu einem zuvor abgegebenen Angebot und führt zusammen mit diesem zum Abschluss eines rechtswirksamen Vertrags. Im Immobilienbereich erfolgt sie beispielsweise im Zusammenhang mit Kaufangeboten oder notariellen Verträgen. Erst mit der wirksamen Annahme kommt ein Vertrag zustande.

Anschaffungskosten #

Steuern

Anschaffungskosten sind alle Aufwendungen, die erforderlich sind, um eine Immobilie zu erwerben und in einen betriebs- oder nutzungsbereiten Zustand zu versetzen. Hierzu zählen neben dem Kaufpreis unter anderem Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Maklerprovisionen. Sie bilden die Grundlage für die steuerliche Abschreibung des Gebäudes.

Auflassung #

Recht

Die Auflassung ist die notarielle Einigung zwischen Käufer und Verkäufer über den Eigentumsübergang eines Grundstücks. Sie ist neben der Eintragung im Grundbuch Voraussetzung für den Eigentumswechsel. Die Auflassung erfolgt regelmäßig im Rahmen des notariellen Kaufvertrags.

Auflassungsvormerkung #

Recht

Die Auflassungsvormerkung sichert den Anspruch des Käufers auf Übertragung des Eigentums an einer Immobilie. Sie wird im Grundbuch eingetragen und verhindert, dass das Grundstück während der Kaufabwicklung an Dritte veräußert oder belastet wird. Dadurch erhält der Käufer einen umfassenden rechtlichen Schutz bis zur Eigentumsumschreibung.

Aufteiler #

Immobilien

Als Aufteiler wird der Eigentümer oder Investor bezeichnet, der ein Gebäude in einzelne Wohnungs- oder Teileigentumseinheiten aufteilt. Grundlage hierfür sind die Teilungserklärung und die Abgeschlossenheitsbescheinigung. Ziel der Aufteilung ist häufig der Einzelverkauf der entstandenen Eigentumseinheiten.

Aufteilung #

Recht

Die Aufteilung bezeichnet die rechtliche Umwandlung eines Gebäudes in einzelne Wohnungs- oder Teileigentumseinheiten nach dem Wohnungseigentumsgesetz. Hierfür sind eine Teilungserklärung sowie eine Abgeschlossenheitsbescheinigung erforderlich. Erst nach der Eintragung im Grundbuch entstehen selbstständige Eigentumseinheiten.

Aufwendungsdarlehen #

Immobilien

Ein Aufwendungsdarlehen ist ein zweckgebundenes Darlehen zur Finanzierung von Modernisierungs-, Instandsetzungs- oder Wohnungsbaumaßnahmen. Es wird häufig im Rahmen öffentlicher Förderprogramme vergeben und ist oftmals mit vergünstigten Zinssätzen verbunden. Die Förderbedingungen richten sich nach dem jeweiligen Programm.

Aufwendungszuschüsse #

Immobilien

Aufwendungszuschüsse sind nicht rückzahlbare finanzielle Fördermittel zur Unterstützung von Bau-, Modernisierungs- oder Sanierungsmaßnahmen. Sie werden häufig von Bund, Ländern oder Kommunen gewährt und sollen die wirtschaftliche Belastung des Eigentümers reduzieren. Im Gegensatz zu Darlehen müssen Zuschüsse grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden.

Ausbauhaus #

Immobilien

Ein Ausbauhaus ist ein Gebäude, dessen Rohbau einschließlich Dach und Außenhülle fertiggestellt ist, dessen Innenausbau jedoch ganz oder teilweise noch vom Erwerber ausgeführt wird. Je nach Ausbaustufe fehlen beispielsweise Bodenbeläge, Innentüren, Sanitäranlagen oder Malerarbeiten. Ausbauhäuser ermöglichen eine individuelle Gestaltung und können die Baukosten reduzieren.

Ausbaumerkmale #

Immobilien

Ausbaumerkmale beschreiben die qualitative Ausstattung und Ausführung eines Gebäudes. Hierzu zählen unter anderem Bodenbeläge, Fenster, Sanitäranlagen, Heizungsanlagen sowie die Qualität des Innenausbaus. Sie beeinflussen den Verkehrswert einer Immobilie und können bei der Beurteilung der Restnutzungsdauer berücksichtigt werden.

Außerplanmäßige Abschreibung #

Steuern

Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, wenn der Wert einer Immobilie dauerhaft unter ihren bilanzierten Wert sinkt. Ursache können beispielsweise erhebliche Schäden, eine dauerhafte Wertminderung oder außergewöhnliche Ereignisse sein. Ziel ist die Anpassung des Buchwerts an den tatsächlichen Wert der Immobilie.

Auszahlung #

Immobilien

Die Auszahlung bezeichnet die Überweisung eines vereinbarten Geldbetrags an den Darlehensnehmer oder einen anderen Zahlungsempfänger. Im Immobilienbereich erfolgt sie häufig nach Erfüllung der im Darlehensvertrag festgelegten Voraussetzungen. Der Auszahlungszeitpunkt richtet sich nach den vertraglichen Vereinbarungen.

Auszahlungsvoraussetzung #

Immobilien

Auszahlungsvoraussetzungen sind die Bedingungen, die vor der Auszahlung eines Darlehens erfüllt sein müssen. Dazu gehören häufig die Eintragung einer Grundschuld, der Nachweis von Eigenkapital oder die Vorlage bestimmter Unterlagen. Erst nach vollständiger Erfüllung dieser Voraussetzungen wird das Darlehen ausgezahlt.

Aval #

Immobilien

Ein Aval ist eine Bürgschaft oder Garantie, mit der ein Kreditinstitut die Erfüllung einer finanziellen Verpflichtung gegenüber einem Dritten absichert. Im Immobilienbereich wird ein Aval häufig zur Absicherung von Bauleistungen oder vertraglichen Verpflichtungen eingesetzt. Die Bank haftet dabei bis zur vereinbarten Höhe des Avalbetrags.

B

Bauamt #

Immobilien

Das Bauamt ist die zuständige Behörde für die Anwendung und Überwachung des öffentlichen Baurechts. Es entscheidet unter anderem über Bauanträge, Baugenehmigungen und Nutzungsänderungen. Darüber hinaus überwacht das Bauamt die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften.

Bauanzeige #

Immobilien

Die Bauanzeige ist ein vereinfachtes baurechtliches Verfahren für bestimmte Bauvorhaben, die keiner förmlichen Baugenehmigung bedürfen. Der Bauherr zeigt das Vorhaben der zuständigen Behörde an und darf mit den Arbeiten beginnen, sofern innerhalb der gesetzlichen Frist keine Einwände erhoben werden. Ob eine Bauanzeige ausreicht, richtet sich nach der jeweiligen Landesbauordnung.

Baubeschreibung #

Immobilien

Die Baubeschreibung enthält alle wesentlichen Angaben zur Bauausführung und Ausstattung eines Gebäudes. Sie beschreibt unter anderem die verwendeten Materialien, die Bauweise sowie die technische Ausstattung. Sie ist Bestandteil vieler Bauverträge und dient als Grundlage für die Beurteilung der vereinbarten Bauleistung.

Bauen #

Immobilien

Bauen umfasst die Planung, Errichtung, Erweiterung, Änderung oder den Rückbau baulicher Anlagen. Dabei sind die öffentlich-rechtlichen Vorschriften sowie die anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Art und Qualität der Bauausführung beeinflussen maßgeblich die Werthaltigkeit und die Restnutzungsdauer eines Gebäudes.

Baugenehmigung #

Recht

Die Baugenehmigung ist die behördliche Erlaubnis zur Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung eines Bauwerks. Sie bestätigt, dass das geplante Vorhaben den geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften entspricht. Mit dem Bau darf grundsätzlich erst nach Erteilung der Baugenehmigung begonnen werden, sofern keine Ausnahmen gelten.

Baulasten #

Recht

Baulasten sind öffentlich-rechtliche Verpflichtungen eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde, bestimmte Handlungen vorzunehmen, zu dulden oder zu unterlassen. Sie werden im Baulastenverzeichnis eingetragen und bleiben auch bei einem Eigentümerwechsel bestehen. Baulasten können die Bebaubarkeit und den Verkehrswert eines Grundstücks beeinflussen.

Bauliche Veränderungen #

Immobilien

Bauliche Veränderungen sind Maßnahmen, durch die die Substanz, Gestaltung oder Nutzung eines Gebäudes dauerhaft verändert wird. Hierzu zählen beispielsweise Anbauten, Grundrissänderungen, der Austausch tragender Bauteile oder energetische Modernisierungen. Je nach Umfang können bauliche Veränderungen genehmigungspflichtig sein und sowohl den Immobilienwert als auch die Restnutzungsdauer beeinflussen.

Baumangel #

Immobilien

Ein Baumangel liegt vor, wenn ein Bauwerk nicht die vertraglich vereinbarte oder gesetzlich geschuldete Beschaffenheit aufweist. Ursachen können Planungsfehler, Ausführungsfehler oder die Verwendung ungeeigneter Materialien sein. Baumängel können den Immobilienwert mindern und die Restnutzungsdauer eines Gebäudes verkürzen.

Bauordnungen #

Immobilien

Bauordnungen sind die Landesgesetze, die Anforderungen an die Errichtung, Änderung, Nutzung und den Abbruch baulicher Anlagen regeln. Sie enthalten unter anderem Vorschriften zum Brandschutz, zur Standsicherheit und zu Abstandsflächen. Da jedes Bundesland eine eigene Bauordnung besitzt, können die Regelungen unterschiedlich ausfallen.

Bauordnungsrecht #

Recht

Das Bauordnungsrecht regelt die sicherheits- und ordnungsrechtlichen Anforderungen an bauliche Anlagen. Es legt fest, wie Gebäude geplant, errichtet, geändert und genutzt werden dürfen. Ziel ist der Schutz der öffentlichen Sicherheit sowie der Gesundheit und der Umwelt.

Baurecht #

Recht

Das Baurecht umfasst alle gesetzlichen Vorschriften, die das Planen, Errichten, Nutzen und den Rückbau von Bauwerken betreffen. Es gliedert sich in das öffentliche Baurecht und das private Baurecht. Beide Bereiche regeln unterschiedliche Rechte und Pflichten von Bauherren, Behörden und Vertragspartnern.

Bauschaden #

Immobilien

Ein Bauschaden ist eine bereits eingetretene Beeinträchtigung der Bausubstanz oder einzelner Bauteile. Ursachen können Alterung, Feuchtigkeit, Materialfehler oder Baumängel sein. Umfangreiche Bauschäden können den Verkehrswert und die Restnutzungsdauer einer Immobilie erheblich beeinflussen.

Bauschein #

Immobilien

Der Begriff Bauschein wird umgangssprachlich häufig als Synonym für die Baugenehmigung verwendet. Tatsächlich handelt es sich um die behördliche Genehmigung zur Durchführung eines genehmigungspflichtigen Bauvorhabens. Ohne einen wirksamen Bauschein darf mit dem Bau grundsätzlich nicht begonnen werden.

Bausparvertrag #

Recht

Ein Bausparvertrag ist ein Finanzierungsmodell, das aus einer Ansparphase und einer anschließenden Darlehensphase besteht. Nach Erreichen der Zuteilungsreife erhält der Bausparer ein zinsgünstiges Darlehen. Bausparverträge werden häufig zur Finanzierung, Modernisierung oder Sanierung von Immobilien genutzt.

Bausubstanzgutachten #

Bewertung

Ein Bausubstanzgutachten bewertet den baulichen Zustand eines Gebäudes und untersucht dessen tragende sowie konstruktive Bauteile. Dabei werden vorhandene Schäden, Mängel und der Instandhaltungszustand dokumentiert. Die Ergebnisse bilden häufig eine wichtige Grundlage für Restnutzungsdauer- oder Verkehrswertgutachten.

Bauteilöffnung #

Immobilien

Eine Bauteilöffnung ist das gezielte Öffnen von Bauteilen, um deren Aufbau oder Zustand zu untersuchen. Sie wird beispielsweise zur Feststellung von Feuchtigkeit, Schimmel oder Konstruktionsmängeln durchgeführt. Nach Abschluss der Untersuchung wird die Öffnung in der Regel wieder fachgerecht verschlossen.

Bauträger #

Immobilien

Ein Bauträger plant, errichtet und verkauft Gebäude oder Eigentumswohnungen auf eigene Rechnung. Er übernimmt sowohl die Grundstücksentwicklung als auch die Bauausführung und den Vertrieb. Die Rechte und Pflichten ergeben sich überwiegend aus dem Bauträgervertrag.

Bauträgermodell #

Immobilien

Das Bauträgermodell bezeichnet den Erwerb einer Immobilie von einem Bauträger, der Planung, Bau und Verkauf übernimmt. Der Käufer zahlt den Kaufpreis in gesetzlich geregelten Teilbeträgen entsprechend dem Baufortschritt. Das Modell wird häufig bei Neubauprojekten angewendet.

Bearbeitungsgebühr #

Immobilien

Eine Bearbeitungsgebühr ist ein Entgelt für die Bearbeitung eines Antrags oder einer Dienstleistung. Bei Verbraucherdarlehen sind Bearbeitungsgebühren für die Kreditvergabe nach der Rechtsprechung grundsätzlich unzulässig.

Beleihung #

Bewertung

Die Beleihung bezeichnet die Besicherung eines Darlehens durch die Eintragung eines Grundpfandrechts auf einer Immobilie. Sie dient dem Kreditinstitut als Sicherheit für den Fall eines Zahlungsausfalls. Grundlage der Beleihung ist regelmäßig der Beleihungswert der Immobilie.

Beleihungsgrenze #

Bewertung

Die Beleihungsgrenze gibt an, bis zu welchem Anteil des Beleihungswertes ein Kreditinstitut ein Darlehen gewährt. Sie liegt regelmäßig unter dem Beleihungswert, um Risiken aus möglichen Wertschwankungen zu begrenzen.

Beleihungsobjekt #

Bewertung

Das Beleihungsobjekt ist die Immobilie oder das Grundstück, das als Sicherheit für ein Darlehen dient. Kreditinstitute bewerten das Objekt hinsichtlich seines Beleihungswertes und seiner Werthaltigkeit.

Beleihungswert #

Bewertung

Der Beleihungswert ist der nachhaltig erzielbare Wert einer Immobilie, der als Grundlage für die Kreditvergabe dient. Er liegt häufig unter dem Verkehrswert und berücksichtigt keine spekulativen Wertentwicklungen.

Beleihungswertverordnung (BelWertV) #

Bewertung

Die Beleihungswertverordnung regelt die Ermittlung des Beleihungswertes von Immobilien für Kreditinstitute. Sie schafft einheitliche Bewertungsmaßstäbe für eine langfristig sichere Immobilienfinanzierung.

Bereitstellungszinsen #

Immobilien

Bereitstellungszinsen sind Zinsen für bereits zugesagte, aber noch nicht abgerufene Darlehensbeträge. Sie fallen häufig bei Baufinanzierungen an und richten sich nach dem Darlehensvertrag.

Beschränkte Persönliche Dienstbarkeit #

Recht

Die beschränkte persönliche Dienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Nutzungsrecht zugunsten einer bestimmten Person oder Organisation. Sie ist grundsätzlich nicht übertragbar.

Beurkundung #

Immobilien

Die Beurkundung ist die formgerechte Aufnahme einer Erklärung durch einen Notar. Bei Grundstückskaufverträgen ist sie gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung für einen wirksamen Vertrag.

Bewirtschaftung #

Immobilien

Bewirtschaftung umfasst alle Maßnahmen zur Verwaltung, Nutzung, Instandhaltung und Vermietung einer Immobilie. Sie dient dem langfristigen Erhalt und der wirtschaftlichen Nutzung des Objekts.

Bewirtschaftungskosten #

Immobilien

Bewirtschaftungskosten sind die laufenden Kosten für Betrieb, Verwaltung, Instandhaltung und das Mietausfallwagnis einer Immobilie. Sie sind insbesondere im Ertragswertverfahren von Bedeutung.

Bezugsfertig #

Immobilien

Ein Gebäude ist bezugsfertig, wenn es ohne wesentliche Einschränkungen genutzt oder bewohnt werden kann. Kleinere Restarbeiten stehen der Bezugsfertigkeit in der Regel nicht entgegen.

Bodenrichtwert #

Bewertung

Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Lagewert von Grundstücken in einem bestimmten Gebiet. Er wird von den Gutachterausschüssen auf Basis tatsächlich erzielter Kaufpreise ermittelt.

Bodenwert #

Bewertung

Der Bodenwert bezeichnet den Wert eines unbebauten Grundstücks unter Berücksichtigung seiner Lage, Größe und Nutzungsmöglichkeiten. Er ist ein wesentlicher Bestandteil der Immobilienbewertung.

Bodenwertermittlung #

Bewertung

Die Bodenwertermittlung dient der Ermittlung des Wertes eines Grundstücks ohne Berücksichtigung der Bebauung. Grundlage sind insbesondere Bodenrichtwerte und die individuellen Grundstücksmerkmale.

Bonität #

Immobilien

Die Bonität beschreibt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Zahlungsfähigkeit einer Person oder eines Unternehmens. Kreditinstitute bewerten die Bonität vor der Vergabe eines Darlehens anhand von Einkommen, Vermögen, bestehenden Verbindlichkeiten und Auskunfteien. Eine gute Bonität verbessert in der Regel die Finanzierungskonditionen.

Brandversicherung #

Immobilien

Die Brandversicherung deckt Schäden ab, die durch Feuer, Blitzschlag oder Explosion an einem Gebäude entstehen. Sie ist heute meist Bestandteil der Wohngebäudeversicherung. Im Schadensfall übernimmt sie die vereinbarten Kosten für Wiederherstellung oder Reparatur.

Bürgschaft #

Immobilien

Eine Bürgschaft ist die Verpflichtung einer Person oder eines Unternehmens, für die Verbindlichkeiten eines Schuldners einzustehen. Kommt der Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach, kann der Bürge in Anspruch genommen werden. Bürgschaften dienen häufig als zusätzliche Kreditsicherheit.

Bürgschaftsgebühr #

Immobilien

Die Bürgschaftsgebühr ist das Entgelt für die Übernahme einer Bürgschaft durch eine Bank oder einen anderen Bürgen. Ihre Höhe richtet sich unter anderem nach dem Bürgschaftsbetrag und dem Ausfallrisiko. Sie fällt meist regelmäßig während der Laufzeit der Bürgschaft an.

C

Courtage #

Immobilien

Die Courtage ist die Vergütung eines Maklers für den erfolgreichen Nachweis oder die Vermittlung eines Kauf- oder Mietvertrags. Der Anspruch entsteht grundsätzlich erst mit dem wirksamen Abschluss des Hauptvertrags. Wer die Courtage trägt, richtet sich nach den gesetzlichen Regelungen und den vertraglichen Vereinbarungen.

Creditreformauskunft #

Immobilien

Eine Creditreformauskunft enthält Informationen über die wirtschaftliche Situation und Bonität eines Unternehmens. Sie wird häufig zur Prüfung von Geschäftspartnern oder Mietinteressenten genutzt. Die Auskunft unterstützt bei der Einschätzung des Zahlungsausfallrisikos.

CRREM (Carbon Risk Real Estate Monitor) #

Immobilien

CRREM ist ein europaweit anerkanntes Bewertungsmodell zur Analyse von CO₂-Risiken im Immobilienbestand. Es zeigt auf, ob eine Immobilie die langfristigen Klimaziele erfüllt oder künftig als energetisch überholt gilt. Die Ergebnisse können Investitionsentscheidungen und den zukünftigen Immobilienwert beeinflussen.

D

Dachgeschossausbau #

Immobilien

Ein Dachgeschossausbau bezeichnet den Ausbau eines bislang ungenutzten Dachraums zu Wohn- oder Nutzfläche. Dadurch kann zusätzlicher Wohnraum geschaffen und der Wert einer Immobilie gesteigert werden. Je nach Umfang sind baurechtliche Genehmigungen erforderlich.

Damnum #

Immobilien

Das Damnum, auch Abgeld genannt, ist die Differenz zwischen dem Nennbetrag eines Darlehens und dem tatsächlich ausgezahlten Betrag. Es dient häufig als Ausgleich für einen niedrigeren Sollzinssatz. Steuerlich kann das Damnum unter bestimmten Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Darlehen #

Immobilien

Ein Darlehen ist die vertragliche Überlassung eines Geldbetrags mit der Verpflichtung zur späteren Rückzahlung. Für die Kapitalüberlassung werden in der Regel Zinsen vereinbart. Darlehen sind eine der häufigsten Finanzierungsformen beim Immobilienerwerb.

Darlehensantrag #

Immobilien

Der Darlehensantrag ist der formelle Antrag auf Gewährung eines Kredits bei einem Kreditinstitut. Er enthält unter anderem Angaben zur Person, zur finanziellen Situation und zum Finanzierungsobjekt. Erst nach erfolgreicher Prüfung entscheidet die Bank über die Kreditvergabe.

Darlehensvertrag (Anlage) #

Recht

Der Darlehensvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer. Er enthält insbesondere Vereinbarungen zur Darlehenssumme, Laufzeit, Verzinsung, Tilgung und zu den Sicherheiten. Grundlage ist regelmäßig § 488 BGB.

Degressive Abschreibung für Neubauten #

Steuern

Die degressive Abschreibung ermöglicht es, in den ersten Jahren nach der Anschaffung oder Herstellung eines begünstigten Neubaus höhere Abschreibungsbeträge geltend zu machen. Dadurch werden Investitionen steuerlich stärker entlastet. Die Anwendung richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Voraussetzungen.

Denkmalschutz #

Immobilien

Der Denkmalschutz dient dem Erhalt historisch, kulturell oder architektonisch bedeutender Gebäude und Anlagen. Bauliche Veränderungen bedürfen häufig einer behördlichen Genehmigung. Gleichzeitig können für denkmalgeschützte Immobilien steuerliche Vergünstigungen bestehen.

Dienstbarkeit #

Recht

Eine Dienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Nutzungs- oder Duldungsrecht an einem Grundstück. Sie kann beispielsweise Wegerechte, Leitungsrechte oder Wohnrechte umfassen. Dienstbarkeiten können den Wert und die Nutzungsmöglichkeiten einer Immobilie beeinflussen.

Dingliche Sicherheiten #

Immobilien

Dingliche Sicherheiten sind Rechte an Vermögensgegenständen, die der Absicherung einer Forderung dienen. Im Immobilienbereich zählen insbesondere Grundschuld und Hypothek dazu. Sie ermöglichen dem Gläubiger, sich im Sicherungsfall aus dem belasteten Vermögensgegenstand zu befriedigen.

Disagio #

Immobilien

Das Disagio ist ein Abschlag vom Nennbetrag eines Darlehens, sodass der Darlehensnehmer einen geringeren Auszahlungsbetrag erhält. Im Gegenzug reduziert sich häufig der vereinbarte Sollzinssatz. Das Disagio wird auch als Damnum oder Abgeld bezeichnet.

E

Einheitsskala #

Immobilien

Die Einheitsskala ist eine standardisierte Bewertungsskala zur vergleichbaren Einordnung von Objekten oder Merkmalen. Sie dient dazu, unterschiedliche Bewertungsparameter einheitlich darzustellen und nachvollziehbar zu vergleichen.

Einheitswert #

Bewertung

Der Einheitswert ist ein steuerlicher Grundstückswert, der nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes ermittelt wird. Er diente lange als Grundlage für verschiedene Steuerarten und wurde in vielen Bereichen durch neue Bewertungsverfahren ersetzt.

Einkommensnachweis #

Immobilien

Ein Einkommensnachweis belegt die regelmäßigen Einnahmen einer Person. Kreditinstitute verlangen ihn insbesondere bei der Immobilienfinanzierung, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Antragstellers zu prüfen.

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung #

Recht

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung entstehen durch die entgeltliche Überlassung von Immobilien oder Grundstücken. Sie unterliegen der Einkommensteuer und werden nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes ermittelt.

Einliegerwohnung #

Immobilien

Eine Einliegerwohnung ist eine in sich abgeschlossene Wohnung innerhalb eines Ein- oder Zweifamilienhauses. Sie verfügt über einen eigenen Zugang sowie Küche und Bad und kann selbst genutzt oder vermietet werden.

Eintragung #

Immobilien

Die Eintragung bezeichnet die Aufnahme eines Rechts oder einer Tatsache in ein öffentliches Register, insbesondere das Grundbuch. Erst durch bestimmte Eintragungen entstehen oder ändern sich dingliche Rechte an Grundstücken.

Energieausweis #

Immobilien

Der Energieausweis informiert über die energetische Qualität eines Gebäudes und dessen Energiebedarf oder Energieverbrauch. Er ist bei Verkauf oder Vermietung in vielen Fällen gesetzlich vorgeschrieben und erleichtert den Vergleich von Immobilien.

ERAB-Verfahren #

Immobilien

Das ERAB-Verfahren ist ein Verfahren zur Ermittlung der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer von Gebäuden anhand technischer und wirtschaftlicher Einflussfaktoren. Es dient als Grundlage für Restnutzungsdauer-Gutachten und steuerliche Bewertungen.

Erbbaurecht #

Recht

Das Erbbaurecht ist das veräußerliche und vererbliche Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu errichten oder zu nutzen. Der Grundstückseigentümer erhält hierfür in der Regel einen Erbbauzins.

Erbpacht #

Recht

Der Begriff Erbpacht wird umgangssprachlich häufig für das Erbbaurecht verwendet. Rechtlich korrekt handelt es sich heute um das Erbbaurecht, während der laufende Nutzungszins als Erbbauzins bezeichnet wird.

Ermittlungsstichtag #

Immobilien

Der Ermittlungsstichtag ist der Zeitpunkt, auf den sich eine Wertermittlung oder Bewertung bezieht. Alle wertrelevanten Verhältnisse werden grundsätzlich zu diesem Datum berücksichtigt.

Erschließungskosten #

Immobilien

Erschließungskosten sind Aufwendungen für die erstmalige Herstellung öffentlicher Straßen, Wege sowie Ver- und Entsorgungsleitungen. Sie können den Wert eines Grundstücks beeinflussen und sind häufig vom Eigentümer zu tragen.

Ertragswertverfahren #

Bewertung

Das Ertragswertverfahren ist ein Verfahren zur Wertermittlung von Immobilien, die nachhaltig Erträge erwirtschaften. Dabei werden insbesondere die erzielbaren Mieteinnahmen, die Bewirtschaftungskosten und der Liegenschaftszins berücksichtigt.

F

Faktor (Kaufpreisfaktor) #

Immobilien

Der Kaufpreisfaktor setzt den Kaufpreis einer Immobilie ins Verhältnis zu den jährlichen Mieterträgen. Er dient Investoren als Kennzahl zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Immobilienkaufs.

Fassade #

Immobilien

Die Fassade ist die äußere Gebäudehülle und prägt das Erscheinungsbild einer Immobilie. Ihr Zustand beeinflusst sowohl den Gebäudewert als auch den Instandhaltungsaufwand.

Fertighaus #

Immobilien

Ein Fertighaus ist ein Gebäude, dessen Bauteile industriell vorgefertigt und auf der Baustelle montiert werden. Die Bauweise ermöglicht meist kurze Bauzeiten und eine hohe Kostenkontrolle.

Festdarlehen (Fälligkeitsdarlehen) #

Immobilien

Ein Festdarlehen ist ein Darlehen, bei dem die Darlehenssumme erst am Ende der Laufzeit vollständig zurückgezahlt wird. Während der Laufzeit werden in der Regel nur die vereinbarten Zinsen gezahlt.

Festzinsdarlehen #

Immobilien

Ein Festzinsdarlehen ist ein Darlehen mit einem über einen festgelegten Zeitraum unveränderten Zinssatz. Dadurch bleibt die finanzielle Belastung während der Zinsbindung planbar.

Festzinshypothek #

Immobilien

Die Festzinshypothek ist eine Immobilienfinanzierung mit einem für die vereinbarte Laufzeit festen Zinssatz. Sie schützt den Darlehensnehmer vor steigenden Marktzinsen.

fiktives Baujahr #

Immobilien

Das fiktive Baujahr beschreibt das rechnerische Baujahr eines modernisierten Gebäudes. Es berücksichtigt umfassende Sanierungen und Modernisierungen und dient insbesondere der Immobilienbewertung sowie der Beurteilung der Restnutzungsdauer.

Finanzierung aus einer Hand #

Immobilien

Eine Finanzierung aus einer Hand bündelt alle Finanzierungsbausteine bei einem einzigen Kreditinstitut oder Finanzierungsvermittler. Dadurch werden Beratung, Vertragsabwicklung und spätere Betreuung vereinfacht.

Finanzierungsplan #

Immobilien

Der Finanzierungsplan stellt alle Kosten eines Immobilienvorhabens sowie deren Finanzierung übersichtlich dar. Er umfasst Eigenkapital, Darlehen, Fördermittel und Nebenkosten und dient als Grundlage für die Finanzierung.

Fremdwährungskredit #

Immobilien

Ein Fremdwährungskredit ist ein Darlehen, das in einer anderen Währung als dem Euro aufgenommen wird. Neben Zinsvorteilen bestehen Wechselkursrisiken, die die Rückzahlung verteuern können.

G

Gebäudeversicherungspolice #

Immobilien

Die Gebäudeversicherungspolice dokumentiert den Versicherungsschutz einer Immobilie. Sie enthält die versicherten Risiken, die Versicherungssumme und die Vertragsbedingungen.

Gebäudewert #

Bewertung

Der Gebäudewert beschreibt den Wert der baulichen Anlagen ohne Berücksichtigung des Bodenwerts. Er wird unter anderem anhand von Baukosten, Zustand, Alter und Restnutzungsdauer ermittelt.

Gegengutachten #

Bewertung

Ein Gegengutachten ist ein weiteres Sachverständigengutachten, das zur Überprüfung oder Widerlegung eines bereits vorliegenden Gutachtens erstellt wird. Es dient der fachlichen Einordnung oder Klärung abweichender Bewertungen.

Gemarkung #

Immobilien

Die Gemarkung ist ein katasterrechtlich abgegrenzter Bezirk, der aus mehreren Fluren und Flurstücken besteht. Sie dient der eindeutigen Zuordnung von Grundstücken.

Gemeinschaftseigentum #

Recht

Gemeinschaftseigentum umfasst bei Wohnungseigentum alle Gebäudeteile, die nicht im Sondereigentum stehen. Dazu gehören beispielsweise Dach, Fassade, Treppenhaus und tragende Wände.

Gemeinschaftsordnung #

Immobilien

Die Gemeinschaftsordnung regelt die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Sie ergänzt die gesetzlichen Vorschriften des WEG.

Gerichtskosten #

Immobilien

Gerichtskosten sind Gebühren und Auslagen, die im Rahmen gerichtlicher Verfahren entstehen. Ihre Höhe richtet sich nach dem Streitwert und den gesetzlichen Gebührenvorschriften.

Gesamtfinanzierung #

Immobilien

Die Gesamtfinanzierung umfasst sämtliche Mittel zur Finanzierung eines Immobilienvorhabens. Hierzu zählen Eigenkapital, Bankdarlehen und öffentliche Fördermittel.

Gesamtkapitalrendite #

Bewertung

Die Gesamtkapitalrendite misst die Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals unabhängig von dessen Finanzierung. Sie dient der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer Investition.

Gesamtschuldner #

Immobilien

Gesamtschuldner sind mehrere Personen, die gemeinsam für dieselbe Verbindlichkeit haften. Der Gläubiger kann die gesamte Forderung von jedem einzelnen Schuldner verlangen.

Geschoss #

Immobilien

Ein Geschoss ist eine horizontal abgegrenzte Ebene eines Gebäudes zwischen zwei Decken oder zwischen Boden und Dach. Anzahl und Art der Geschosse beeinflussen Nutzung und Wert einer Immobilie.

Gleitzinsdarlehen #

Immobilien

Ein Gleitzinsdarlehen ist ein Darlehen mit variablem Zinssatz, der sich an einem Referenzzinssatz orientiert. Dadurch können sich die Finanzierungskosten während der Laufzeit ändern.

Globalbelastung #

Immobilien

Eine Globalbelastung liegt vor, wenn mehrere Grundstücke oder Objekte gemeinsam zur Sicherung einer Forderung belastet werden. Sie kommt insbesondere bei Projektentwicklungen vor.

Globalstrahlung #

Immobilien

Die Globalstrahlung bezeichnet die gesamte auf eine Fläche auftreffende Sonnenstrahlung. Sie ist eine wichtige Kenngröße für die Planung und Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik- und Solaranlagen.

Grenz-Abnutzungsvorrat #

Restnutzungsdauer

Der Grenz-Abnutzungsvorrat beschreibt den maximal zulässigen Abnutzungsvorrat, ab dem ein Gebäude wirtschaftlich als verbraucht angesehen werden kann. Er wird in Bewertungsmodellen zur Beurteilung der Restnutzungsdauer herangezogen.

Grundbuch #

Recht

Das Grundbuch ist das öffentliche Register für Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte. Es enthält Angaben zu Eigentumsverhältnissen, Belastungen und dinglichen Rechten.

Grundbuchamt #

Recht

Das Grundbuchamt ist die für die Führung des Grundbuchs zuständige Abteilung des Amtsgerichts. Es nimmt Eintragungen, Änderungen und Löschungen von Rechten an Grundstücken vor.

Grundbuchauszug #

Recht

Der Grundbuchauszug ist eine Abschrift der im Grundbuch eingetragenen Daten eines Grundstücks. Er gibt Auskunft über Eigentümer, Belastungen und bestehende Rechte.

Grunddienstbarkeit #

Recht

Eine Grunddienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Recht zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks. Typische Beispiele sind Wegerechte oder Leitungsrechte.

Grunderwerbsteuer #

Steuern

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks oder einer Immobilie anfällt. Sie wird auf Grundlage des Kaufpreises berechnet und ist vom Erwerber zu entrichten.

Grundpfandrecht #

Recht

Ein Grundpfandrecht dient der Absicherung von Forderungen durch Belastung eines Grundstücks. Zu den Grundpfandrechten zählen insbesondere Grundschuld und Hypothek.

Grundschuld #

Immobilien

Die Grundschuld ist das in Deutschland am häufigsten verwendete Grundpfandrecht zur Absicherung von Immobiliendarlehen. Sie bleibt grundsätzlich auch nach Rückzahlung des Darlehens bestehen, bis sie gelöscht wird.

Grundschuldbestellung #

Immobilien

Die Grundschuldbestellung bezeichnet die notarielle Bestellung und Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch. Sie ist Voraussetzung für die dingliche Absicherung vieler Immobilienfinanzierungen.

Grundsteuer #

Steuern

Die Grundsteuer ist eine jährlich zu entrichtende Steuer auf Grundstücke und Gebäude. Sie wird von den Gemeinden erhoben und richtet sich nach den gesetzlichen Bewertungsgrundlagen.

Grundstück #

Immobilien

Ein Grundstück ist ein räumlich abgegrenzter Teil der Erdoberfläche, der im Grundbuch unter einer eigenen laufenden Nummer geführt wird. Es bildet die rechtliche Einheit des Grundeigentums.

Gutachten #

Bewertung

Ein Gutachten ist die fachliche Beurteilung eines Sachverhalts durch einen qualifizierten Sachverständigen. Im Immobilienbereich dient es beispielsweise der Wertermittlung oder der Feststellung der Restnutzungsdauer.

Gutachter #

Bewertung

Ein Gutachter ist eine fachkundige Person, die aufgrund ihrer Qualifikation und Erfahrung objektive Bewertungen und Gutachten erstellt. Im Immobilienbereich beurteilt er unter anderem den Zustand, den Wert und die Restnutzungsdauer von Gebäuden.

Gutachterausschuss #

Bewertung

Der Gutachterausschuss ist ein unabhängiges, bei den Kommunen oder Kreisen eingerichtetes Fachgremium zur Ermittlung von Grundstückswerten. Er wertet Kaufverträge aus, führt die Kaufpreissammlung und veröffentlicht unter anderem Bodenrichtwerte sowie Immobilienmarktberichte.

H

Hausgeld #

Immobilien

Das Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung eines Wohnungseigentümers auf die laufenden Bewirtschaftungs- und Verwaltungskosten des Gemeinschaftseigentums. Es umfasst regelmäßig auch Beiträge zur Instandhaltungsrücklage.

Herstellungskosten #

Steuern

Herstellungskosten sind alle Aufwendungen, die durch die Errichtung, Erweiterung oder wesentliche Verbesserung eines Gebäudes entstehen. Sie bilden zusammen mit den Anschaffungskosten die Grundlage für die steuerliche Abschreibung.

Highest-and-best-Use #

Immobilien

Highest-and-best-Use beschreibt die wirtschaftlich sinnvollste und rechtlich zulässige Nutzung eines Grundstücks. Dieses Prinzip wird insbesondere in der Immobilienbewertung zur Ableitung des höchstmöglichen Grundstückswerts angewendet.

Hypothek #

Immobilien

Die Hypothek ist ein Grundpfandrecht zur Sicherung einer Forderung. Im Gegensatz zur Grundschuld ist sie unmittelbar an die zugrunde liegende Forderung gebunden.

Hypothekenbank #

Immobilien

Eine Hypothekenbank ist ein Kreditinstitut, das sich auf die Vergabe grundpfandrechtlich gesicherter Immobilienfinanzierungen spezialisiert hat. Sie refinanziert sich häufig über Pfandbriefe.

Hypothekenkredit #

Immobilien

Ein Hypothekenkredit ist ein durch eine Hypothek oder Grundschuld abgesichertes Darlehen zur Finanzierung einer Immobilie. Die Rückzahlung erfolgt nach den vertraglich vereinbarten Konditionen.

I

immaterielle Abnutzung #

Restnutzungsdauer

Die immaterielle Abnutzung bezeichnet einen Wertverlust, der nicht auf baulichen Verschleiß, sondern auf wirtschaftliche oder funktionale Ursachen zurückzuführen ist. Beispiele sind geänderte Marktanforderungen oder ein unzweckmäßiger Grundriss.

Immobilienbewertung #

Bewertung

Die Immobilienbewertung dient der Ermittlung des Wertes einer Immobilie nach anerkannten Bewertungsverfahren. Je nach Bewertungsanlass kommen das Vergleichswert-, Ertragswert- oder Sachwertverfahren zum Einsatz.

Immobilienfonds #

Immobilien

Ein Immobilienfonds bündelt das Kapital mehrerer Anleger und investiert es in Immobilien oder Immobilienprojekte. Anleger partizipieren entsprechend ihrer Beteiligung an den Erträgen und Wertentwicklungen.

Immobiliengutachten #

Bewertung

Ein Immobiliengutachten ist die fachliche Bewertung einer Immobilie durch einen Sachverständigen. Es dient unter anderem der Wertermittlung, der Finanzierung, steuerlichen Zwecken oder gerichtlichen Verfahren.

Immobilienwertverordnung (ImmoWertV) #

Bewertung

Die ImmoWertV regelt die Grundsätze und Verfahren zur Ermittlung von Grundstücks- und Immobilienwerten in Deutschland. Sie bildet die zentrale Rechtsgrundlage für Verkehrswertermittlungen.

Indexmiete #

Recht

Bei einer Indexmiete richtet sich die Miethöhe nach der Entwicklung des Verbraucherpreisindex. Steigt oder sinkt der Index, kann die Miete entsprechend angepasst werden.

Inflation #

Immobilien

Inflation bezeichnet den anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Sie beeinflusst Baukosten, Finanzierungskosten und langfristig auch die Entwicklung von Immobilienwerten.

Instandhaltungsrücklage #

Immobilien

Die Instandhaltungsrücklage ist ein von Wohnungseigentümergemeinschaften angesparter Geldbetrag zur Finanzierung zukünftiger Instandhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum.

Instandhaltungsstrategie #

Immobilien

Die Instandhaltungsstrategie beschreibt die langfristige Planung von Wartungs-, Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Sie dient dem Werterhalt und kann die Restnutzungsdauer eines Gebäudes positiv beeinflussen.

Investment #

Immobilien

Ein Investment ist die Anlage von Kapital mit dem Ziel, Erträge oder Wertsteigerungen zu erzielen. Immobilien zählen zu den klassischen Formen langfristiger Investments.

Investmentfonds #

Immobilien

Ein Investmentfonds sammelt Kapital vieler Anleger und investiert es nach einer festgelegten Anlagestrategie in verschiedene Vermögenswerte. Dazu können auch Immobilien gehören.

Ist-Abnutzungsvorrat #

Restnutzungsdauer

Der Ist-Abnutzungsvorrat beschreibt den tatsächlich vorhandenen Grad der Abnutzung eines Gebäudes. Er berücksichtigt den realen Bauzustand und kann von rechnerischen Alterswerten abweichen.

K

Kapital #

Immobilien

Kapital umfasst alle finanziellen Mittel, die für Investitionen oder Finanzierungen eingesetzt werden. Im Immobilienbereich wird zwischen Eigen- und Fremdkapital unterschieden.

Kapitalanlage #

Immobilien

Eine Kapitalanlage ist die Investition von Vermögen mit dem Ziel, Erträge oder Wertsteigerungen zu erzielen. Vermietete Immobilien zählen zu den häufigsten Kapitalanlagen.

Kappungsgrenze #

Immobilien

Die Kappungsgrenze begrenzt im Mietrecht die Erhöhung der Miete innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Sie soll Mieter vor übermäßigen Mietsteigerungen schützen.

Katasteramt #

Immobilien

Das Katasteramt führt das Liegenschaftskataster und verwaltet die amtlichen Angaben zu Grundstücken, Flurstücken und Grenzen. Es arbeitet eng mit dem Grundbuchamt zusammen.

Katasterpapiere #

Immobilien

Katasterpapiere enthalten die amtlichen Unterlagen eines Grundstücks, beispielsweise Flurkarten und Vermessungsnachweise. Sie dienen der eindeutigen Identifikation eines Grundstücks.

Kaufnebenkosten #

Immobilien

Kaufnebenkosten sind die zusätzlich zum Kaufpreis anfallenden Kosten beim Immobilienerwerb. Hierzu zählen insbesondere Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbuchkosten und gegebenenfalls Maklercourtage.

Kaufpreis #

Immobilien

Der Kaufpreis ist der vertraglich vereinbarte Betrag, den der Käufer für eine Immobilie zahlt. Er bildet regelmäßig die Grundlage für Steuern und Finanzierungen.

Kaufpreisaufteilung #

Recht

Die Kaufpreisaufteilung ordnet den Gesamtkaufpreis einer Immobilie auf den Boden- und den Gebäudewert auf. Sie ist insbesondere für die steuerliche Abschreibung des Gebäudes von Bedeutung.

Kaufpreissammlung #

Immobilien

Die Kaufpreissammlung ist die vom Gutachterausschuss geführte Sammlung tatsächlich beurkundeter Immobilienkaufverträge. Sie bildet die Grundlage für Bodenrichtwerte und Marktanalysen.

Kaufvertrag #

Recht

Der Kaufvertrag regelt die Rechte und Pflichten von Käufer und Verkäufer beim Immobilienerwerb. Grundstückskaufverträge bedürfen der notariellen Beurkundung.

Kinderzulage #

Immobilien

Die Kinderzulage ist eine staatliche Förderleistung, die im Rahmen bestimmter Förderprogramme für Familien gewährt wird. Sie kann den Erwerb oder Bau von Wohneigentum finanziell unterstützen.

Konditionen #

Immobilien

Konditionen bezeichnen die vertraglich vereinbarten Bedingungen eines Darlehens oder einer Finanzierung. Hierzu gehören insbesondere Zinssatz, Laufzeit, Tilgung, Auszahlungsvoraussetzungen und mögliche Sondertilgungen. Sie bestimmen maßgeblich die Gesamtkosten und Flexibilität einer Finanzierung.

Konditionsanpassung #

Immobilien

Eine Konditionsanpassung ist die Änderung der Vertragsbedingungen eines Darlehens, insbesondere des Zinssatzes, nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist. Sie erfolgt regelmäßig auf Grundlage des aktuellen Kapitalmarktniveaus und der Bonität des Darlehensnehmers.

Kontaktkorrosion #

Immobilien

Kontaktkorrosion entsteht, wenn unterschiedliche Metalle in leitendem Kontakt stehen und gleichzeitig Feuchtigkeit vorhanden ist. Dabei wird das unedlere Metall verstärkt angegriffen und korrodiert. An Gebäuden kann dies die Lebensdauer von Bauteilen verkürzen und Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich machen.

Kostenmiete #

Recht

Die Kostenmiete ist die Miete, die zur Deckung der laufenden Aufwendungen eines Gebäudes erforderlich ist. Sie spielt insbesondere im öffentlich geförderten Wohnungsbau eine Rolle und berücksichtigt unter anderem Finanzierungs-, Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten.

Kostenverteilungsschlüssel #

Recht

Der Kostenverteilungsschlüssel legt fest, wie gemeinschaftliche Kosten auf mehrere Eigentümer oder Nutzer verteilt werden. Grundlage können beispielsweise Miteigentumsanteile, Wohnflächen oder Verbrauchswerte sein. Er ist insbesondere im Wohnungseigentumsrecht und bei Betriebskostenabrechnungen von Bedeutung.

Kredit #

Immobilien

Ein Kredit ist die zeitlich befristete Überlassung von Geld mit der Verpflichtung zur späteren Rückzahlung. Für die Kapitalüberlassung werden in der Regel Zinsen vereinbart. Immobilienkäufe werden häufig ganz oder teilweise durch Kredite finanziert.

Kreditwürdigkeit #

Immobilien

Die Kreditwürdigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Kreditnehmers, ein Darlehen vertragsgemäß zurückzuzahlen. Kreditinstitute prüfen hierzu unter anderem Einkommen, Vermögen, bestehende Verbindlichkeiten und die Bonität. Eine hohe Kreditwürdigkeit verbessert regelmäßig die Finanzierungskonditionen.

L

Laufzeit #

Immobilien

Die Laufzeit bezeichnet den Zeitraum zwischen Auszahlung und vollständiger Rückzahlung eines Darlehens. Sie beeinflusst die Höhe der monatlichen Rate sowie die insgesamt anfallenden Zinskosten. Eine längere Laufzeit führt meist zu niedrigeren Raten, aber höheren Gesamtkosten.

Leitzins #

Immobilien

Der Leitzins ist der von einer Zentralbank festgelegte Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld beschaffen können. Er beeinflusst das allgemeine Zinsniveau sowie die Konditionen für Bau- und Immobilienfinanzierungen. Änderungen des Leitzinses wirken sich häufig auf Hypothekenzinsen aus.

Liegenschaftsbuch #

Immobilien

Das Liegenschaftsbuch war Bestandteil des amtlichen Liegenschaftskatasters und enthielt Angaben zu Grundstücken und deren Eigentumsverhältnissen. Heute wurden diese Informationen im Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) zusammengeführt. Es dient der eindeutigen Identifizierung von Grundstücken.

Liegenschaftszins #

Bewertung

Der Liegenschaftszins ist der Zinssatz, mit dem der Bodenwert im Ertragswertverfahren verzinst wird. Er wird von den Gutachterausschüssen aus Marktanalysen abgeleitet und spiegelt die Renditeerwartung vergleichbarer Immobilien wider. Der Liegenschaftszins ist ein wesentlicher Faktor der Ertragswertermittlung.

Lineare Abschreibung für Altbauten #

Steuern

Die lineare Abschreibung verteilt die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Altbaus gleichmäßig über die gesetzlich vorgesehene Nutzungsdauer. Die jährliche Abschreibung erfolgt mit einem festen Prozentsatz. Unter bestimmten Voraussetzungen kann durch den Nachweis einer kürzeren Restnutzungsdauer eine höhere Abschreibung möglich sein.

Loggia #

Immobilien

Eine Loggia ist ein überdachter, in das Gebäude integrierter Freisitz, der zu mindestens einer Seite geöffnet ist. Im Gegensatz zu einem Balkon ragt sie nicht aus der Fassade heraus. Bei der Wohnflächenberechnung wird sie je nach Ausstattung und Nutzbarkeit anteilig berücksichtigt.

Löschungsbewilligung #

Immobilien

Die Löschungsbewilligung ist die schriftliche Zustimmung eines Berechtigten zur Löschung eines im Grundbuch eingetragenen Rechts. Sie wird häufig nach vollständiger Rückzahlung eines Immobiliendarlehens für die Löschung einer Grundschuld benötigt. Grundlage für die Löschung ist die notarielle Beglaubigung der Erklärung.

M

Mängelrüge #

Immobilien

Eine Mängelrüge ist die Mitteilung an den Vertragspartner, dass eine Leistung oder ein Bauwerk einen Mangel aufweist. Sie beschreibt den festgestellten Mangel und fordert regelmäßig dessen Beseitigung innerhalb einer angemessenen Frist. Eine rechtzeitige Mängelrüge ist häufig Voraussetzung für weitere Gewährleistungsansprüche.

Marge #

Immobilien

Die Marge bezeichnet die Differenz zwischen Erlös und den damit verbundenen Kosten. Bei Immobilienfinanzierungen kann sie auch den Aufschlag einer Bank auf ihre eigenen Refinanzierungskosten beschreiben. Sie beeinflusst damit die Wirtschaftlichkeit eines Geschäfts beziehungsweise die Höhe des angebotenen Zinssatzes.

Marktgängigkeit #

Immobilien

Die Marktgängigkeit beschreibt, wie gut sich eine Immobilie unter gewöhnlichen Marktbedingungen verkaufen oder vermieten lässt. Entscheidend sind unter anderem Lage, Zustand, Zuschnitt, Nutzungsmöglichkeiten und Preis. Eine geringe Marktgängigkeit kann den Immobilienwert mindern und die Vermarktungsdauer verlängern.

materielle Abnutzung #

Restnutzungsdauer

Die materielle Abnutzung ist der körperliche Verschleiß eines Gebäudes oder einzelner Bauteile. Sie entsteht insbesondere durch Alterung, Nutzung, Witterung und unterlassene Instandhaltung. Ihr Umfang beeinflusst den Gebäudewert und die wirtschaftliche Restnutzungsdauer.

Merkmalsausprägung #

Immobilien

Die Merkmalsausprägung bezeichnet den konkreten Zustand oder Wert eines bestimmten Immobilienmerkmals. Beispiele sind eine gute Wohnlage, eine einfache Ausstattung oder ein stark modernisierter Gebäudezustand. Sie dient dazu, Immobilien bei Bewertungen einheitlich zu beschreiben und miteinander zu vergleichen.

Merkmalsklasse #

Immobilien

Eine Merkmalsklasse fasst gleichartige Ausprägungen eines Bewertungsmerkmals in einer Kategorie zusammen. So können beispielsweise Lage, Ausstattung oder Bauzustand in einfache, mittlere oder gehobene Klassen eingeordnet werden. Die Klassifizierung erleichtert die systematische und nachvollziehbare Immobilienbewertung.

Mietaufhebungsvertrag #

Recht

Ein Mietaufhebungsvertrag beendet ein bestehendes Mietverhältnis einvernehmlich zu einem vereinbarten Zeitpunkt. Darin können unter anderem Auszugstermin, Abfindung, Renovierungspflichten und Rückgabe der Mietsache geregelt werden. Er bietet eine Alternative zur ordentlichen oder außerordentlichen Kündigung.

Miete #

Recht

Die Miete ist das vertraglich vereinbarte Entgelt für die zeitweise Überlassung einer Wohnung, eines Gebäudes oder einer anderen Sache. Bei Immobilien wird zwischen der Nettokaltmiete und den zusätzlich zu zahlenden Betriebs- und Heizkosten unterschieden. Die erzielbare Miete ist eine wichtige Grundlage für die Ertragswertermittlung.

Mietervorkaufsrecht #

Recht

Das Mietervorkaufsrecht gibt einem Mieter unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen das Recht, eine von ihm bewohnte Wohnung zu den mit einem Dritten vereinbarten Bedingungen zu kaufen. Es kommt insbesondere bei der erstmaligen Umwandlung einer Mietwohnung in Wohnungseigentum in Betracht. Der Vermieter muss den Mieter über den Inhalt des Kaufvertrags und das bestehende Vorkaufsrecht informieren.

Mietfläche #

Recht

Die Mietfläche ist die im Mietvertrag als Grundlage für die Mietberechnung vereinbarte Fläche. Bei Wohnraum entspricht sie häufig der Wohnfläche, während bei Gewerbeimmobilien unterschiedliche Flächenstandards vereinbart werden können. Eine fehlerhafte Flächenangabe kann Auswirkungen auf Miethöhe und Vertragsansprüche haben.

Mietflächenberechnung #

Recht

Die Mietflächenberechnung ermittelt die Fläche, die für die Bemessung der Miete maßgeblich ist. Bei Wohnungen erfolgt sie häufig nach der Wohnflächenverordnung, bei Gewerbeimmobilien beispielsweise nach vereinbarten Richtlinien wie der gif-Mietflächenrichtlinie. Balkone, Dachschrägen und Nebenflächen werden je nach Regelwerk unterschiedlich berücksichtigt.

Mietminderung #

Recht

Eine Mietminderung ist die gesetzliche Herabsetzung der Miete, wenn die Gebrauchstauglichkeit der Mietsache durch einen erheblichen Mangel eingeschränkt ist. Die Minderung tritt grundsätzlich für die Dauer des Mangels ein und richtet sich nach dessen Auswirkungen. Der Mieter muss den Vermieter in der Regel unverzüglich über den Mangel informieren.

Mietpreisbremse #

Recht

Die Mietpreisbremse begrenzt in bestimmten Gebieten die zulässige Miethöhe bei der Wiedervermietung von Wohnraum. Maßstab ist grundsätzlich die ortsübliche Vergleichsmiete, wobei gesetzliche Ausnahmen bestehen können. Ob und in welchem Umfang sie gilt, hängt von der jeweiligen landesrechtlichen Gebietsausweisung und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Mietrendite #

Bewertung

Die Mietrendite setzt die jährlichen Mieteinnahmen ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital oder zum Kaufpreis einer Immobilie. Sie dient der Beurteilung, wie ertragreich eine vermietete Immobilie ist. Für eine realistische Bewertung sollten neben der Bruttomiete auch nicht umlagefähige Kosten, Leerstand und Instandhaltung berücksichtigt werden.

Mietspiegel #

Recht

Ein Mietspiegel stellt die ortsübliche Vergleichsmiete für nicht preisgebundenen Wohnraum in einer Gemeinde oder einem vergleichbaren Gebiet dar. Er berücksichtigt typischerweise Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage der Wohnung. Mietspiegel dienen insbesondere als Orientierung bei Mieterhöhungen und bei der Prüfung der zulässigen Miethöhe.

Mietvertrag #

Recht

Der Mietvertrag verpflichtet den Vermieter, dem Mieter eine Sache zum vertragsgemäßen Gebrauch zu überlassen, und den Mieter zur Zahlung der vereinbarten Miete. Bei Immobilien regelt er unter anderem Mietdauer, Miethöhe, Nebenkosten, Nutzung und Kündigungsbedingungen. Für Wohn- und Gewerberaum gelten teilweise unterschiedliche gesetzliche Vorschriften.

Mietverwaltung/WEG-Verwaltung #

Recht

Die Mietverwaltung betreut vermietete Immobilien im Auftrag des Eigentümers und übernimmt beispielsweise Mietinkasso, Betriebskostenabrechnung und Mieterkommunikation. Die WEG-Verwaltung verwaltet dagegen das Gemeinschaftseigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft und setzt deren Beschlüsse um. Beide Tätigkeiten unterscheiden sich in Aufgaben, Rechtsgrundlagen und Auftraggebern.

Mietzins #

Recht

Mietzins ist eine ältere oder fachsprachliche Bezeichnung für die vom Mieter zu zahlende Miete. Gemeint ist das Entgelt für die Überlassung einer Wohnung, eines Gebäudes oder einer anderen Mietsache. Im heutigen deutschen Mietrecht wird überwiegend der Begriff Miete verwendet.

Mindest-Abnutzungsvorrat #

Restnutzungsdauer

Der Mindest-Abnutzungsvorrat bezeichnet in bestimmten Bewertungsmodellen einen unteren rechnerischen Ansatz für den bereits eingetretenen Verbrauch eines Gebäudes. Er soll verhindern, dass die Abnutzung trotz vorhandenen Gebäudealters unrealistisch niedrig angesetzt wird. Die konkrete Anwendung hängt vom verwendeten Bewertungs- oder Restnutzungsdauermodell ab.

Miteigentumsanteile #

Recht

Miteigentumsanteile geben den rechnerischen Anteil eines Eigentümers am gemeinschaftlichen Grundstück und Gemeinschaftseigentum an. Sie werden meist als Bruchteil oder in Tausendsteln in der Teilungserklärung und im Grundbuch ausgewiesen. Häufig dienen sie als Grundlage für die Verteilung von Kosten, Lasten und Stimmrechten.

Mitschuldner #

Immobilien

Ein Mitschuldner haftet gemeinsam mit mindestens einer weiteren Person für dieselbe Verbindlichkeit. Bei Immobilienfinanzierungen sind beispielsweise Ehe- oder Lebenspartner häufig gemeinsam Darlehensnehmer und damit Mitschuldner. Je nach Vertragsgestaltung kann der Gläubiger die gesamte Forderung von jedem einzelnen Schuldner verlangen.

Modellansätze (ImmoWertV) #

Bewertung

Modellansätze sind die in der Immobilienwertermittlung verwendeten Rechenmodelle und Bewertungsparameter nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Sie sorgen für eine einheitliche und nachvollziehbare Bewertung von Grundstücken und Gebäuden. Hierzu zählen unter anderem Liegenschaftszinssätze, Sachwertfaktoren und Vergleichsfaktoren.

Modernisierung #

Restnutzungsdauer

Eine Modernisierung umfasst bauliche Maßnahmen, die den Gebrauchswert einer Immobilie erhöhen oder sie an aktuelle technische, energetische oder rechtliche Anforderungen anpassen. Hierzu zählen beispielsweise der Austausch der Heizungsanlage, neue Fenster oder eine Fassadendämmung. Umfangreiche Modernisierungen können den Immobilienwert erhöhen und die Restnutzungsdauer verlängern.

Modernisierungsgrad #

Restnutzungsdauer

Der Modernisierungsgrad beschreibt den Umfang bereits durchgeführter Modernisierungsmaßnahmen an einem Gebäude. Er dient als Maßstab für den baulichen Zustand und beeinflusst die Immobilienbewertung sowie die Ermittlung der Restnutzungsdauer. Ein hoher Modernisierungsgrad kann den Wert einer Immobilie deutlich steigern.

Monatliche Belastung #

Immobilien

Die monatliche Belastung umfasst alle regelmäßig anfallenden Zahlungen im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung. Dazu gehören insbesondere Zins- und Tilgungsleistungen sowie gegebenenfalls Versicherungen oder Verwaltungskosten. Sie dient der Beurteilung der langfristigen Finanzierbarkeit.

N

Nachbindungsfrist #

Immobilien

Die Nachbindungsfrist bezeichnet den Zeitraum nach Ablauf einer öffentlichen Förderbindung, in dem bestimmte Verpflichtungen weiterhin gelten können. Sie spielt insbesondere bei öffentlich gefördertem Wohnraum eine Rolle. Umfang und Dauer richten sich nach den jeweiligen Förderbestimmungen.

Nachfinanzierung #

Immobilien

Eine Nachfinanzierung ist die Aufnahme zusätzlicher Finanzierungsmittel, wenn die ursprünglich geplanten Mittel nicht ausreichen. Ursachen können gestiegene Baukosten, unvorhergesehene Ausgaben oder nachträgliche Änderungswünsche sein. Sie sollte möglichst frühzeitig mit dem Kreditinstitut abgestimmt werden.

Nachfolgenutzung #

Immobilien

Die Nachfolgenutzung beschreibt die zukünftige Nutzung eines Grundstücks oder Gebäudes nach Aufgabe der bisherigen Nutzung. Sie ist insbesondere bei der Wertermittlung und Projektentwicklung von Bedeutung. Eine wirtschaftlich sinnvolle Nachfolgenutzung kann den Grundstückswert erhöhen.

Nachrang #

Immobilien

Ein Nachrang bedeutet, dass eine Forderung oder Sicherheit im Rang hinter einer anderen Forderung steht. Im Grundbuch richtet sich die Reihenfolge nach dem Eintragungsrang. Nachrangige Rechte werden im Verwertungsfall erst nach den vorrangigen Gläubigern berücksichtigt.

Nachrangfinanzierung #

Immobilien

Eine Nachrangfinanzierung ist ein Darlehen, dessen Sicherheiten oder Rückzahlungsansprüche im Rang hinter anderen Finanzierungen stehen. Aufgrund des höheren Risikos verlangen Kreditgeber häufig höhere Zinsen. Sie wird häufig zur Ergänzung einer bestehenden Immobilienfinanzierung eingesetzt.

Nebenkosten #

Immobilien

Nebenkosten sind alle zusätzlich zum Kaufpreis oder zur Miete anfallenden Kosten einer Immobilie. Beim Kauf zählen hierzu unter anderem Notar-, Grundbuch-, Makler- und Grunderwerbsteuerkosten. Bei Mietverhältnissen umfassen sie insbesondere umlagefähige Betriebskosten.

Nennbetrag (Nominalbetrag) #

Immobilien

Der Nennbetrag ist der ursprünglich vereinbarte Betrag eines Darlehens, einer Anleihe oder eines anderen Finanzinstruments. Er dient als Grundlage für die Berechnung von Zinsen und Rückzahlungen. Der tatsächliche Auszahlungsbetrag kann hiervon abweichen.

Nichtabnahmeentschädigung #

Immobilien

Eine Nichtabnahmeentschädigung ist eine Entschädigungszahlung an ein Kreditinstitut, wenn ein bereits zugesagtes Darlehen vom Darlehensnehmer nicht in Anspruch genommen wird. Sie soll den finanziellen Nachteil der Bank ausgleichen. Die Höhe richtet sich nach den vertraglichen Vereinbarungen.

Nießbrauch #

Immobilien

Der Nießbrauch ist das umfassende Recht, eine fremde Sache zu nutzen und deren Erträge zu ziehen, ohne Eigentümer zu sein. Im Immobilienbereich berechtigt er beispielsweise zum Bewohnen oder Vermieten eines Grundstücks. Der Nießbrauch wird regelmäßig im Grundbuch eingetragen und kann den Verkehrswert einer Immobilie beeinflussen.

Nominalbetrag #

Immobilien

Der Nominalbetrag ist der auf einem Vertrag oder Wertpapier ausgewiesene ursprüngliche Geldbetrag. Er bildet die Grundlage für Zinsberechnungen und Rückzahlungen. Der Auszahlungsbetrag kann beispielsweise durch ein Disagio geringer ausfallen.

Nominalzins #

Immobilien

Der Nominalzins ist der vertraglich vereinbarte Zinssatz eines Darlehens ohne Berücksichtigung weiterer Kosten oder Gebühren. Er dient als Grundlage für die Berechnung der laufenden Zinszahlungen. Der effektive Jahreszins berücksichtigt dagegen zusätzlich sämtliche Finanzierungskosten.

Notar #

Recht

Ein Notar ist ein unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes, der Rechtsgeschäfte beurkundet und die Beteiligten rechtlich berät. Beim Immobilienkauf übernimmt er unter anderem die Beurkundung des Kaufvertrags sowie die Abwicklung mit dem Grundbuchamt. Seine Tätigkeit gewährleistet Rechtssicherheit für alle Vertragsparteien.

Notaranderkonto #

Recht

Ein Notaranderkonto ist ein Treuhandkonto, das ein Notar zur sicheren Abwicklung eines Immobiliengeschäfts führen kann. Kaufpreiszahlungen werden dort verwahrt, bis alle vertraglichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Nutzung eines Anderkontos erfolgt heute nur noch in begründeten Ausnahmefällen.

Notarbestätigung #

Recht

Die Notarbestätigung ist eine schriftliche Erklärung des Notars über den Stand oder die ordnungsgemäße Durchführung eines notariellen Rechtsgeschäfts. Sie wird häufig gegenüber Banken oder Behörden als Nachweis verwendet. Inhalt und Umfang richten sich nach dem jeweiligen Vorgang.

Notargebühren #

Recht

Notargebühren sind gesetzlich festgelegte Gebühren für die Tätigkeit eines Notars. Ihre Höhe richtet sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und dem Geschäftswert des jeweiligen Rechtsgeschäfts. Beim Immobilienkauf zählen sie zu den Kaufnebenkosten.

Notarielle Beurkundung #

Recht

Die notarielle Beurkundung ist die gesetzlich vorgeschriebene Form für bestimmte Rechtsgeschäfte, insbesondere Grundstückskaufverträge. Der Notar verliest den Vertrag, erläutert dessen Inhalt und beurkundet die Erklärungen der Beteiligten. Ohne notarielle Beurkundung ist ein Grundstückskaufvertrag grundsätzlich unwirksam.

Nutzfläche #

Immobilien

Die Nutzfläche umfasst alle Flächen eines Gebäudes, die entsprechend ihrer Zweckbestimmung genutzt werden können. Hierzu zählen beispielsweise Büro-, Lager-, Verkaufs- oder Produktionsflächen. Je nach Bewertungsanlass und Regelwerk wird die Nutzfläche unterschiedlich ermittelt und kann den Immobilienwert beeinflussen.

Nutzung #

Immobilien

Die Nutzung beschreibt den tatsächlichen oder zulässigen Verwendungszweck eines Grundstücks oder Gebäudes. Sie kann beispielsweise zu Wohn-, Gewerbe-, Büro- oder landwirtschaftlichen Zwecken erfolgen. Art und Umfang der Nutzung beeinflussen den Wert und die wirtschaftliche Verwertbarkeit einer Immobilie.

O

Objektverbrauch #

Immobilien

Der Objektverbrauch beschreibt den bereits eingetretenen wirtschaftlichen und baulichen Wertverlust einer Immobilie infolge von Alterung, Nutzung und Verschleiß. Er dient als Maßstab für den noch verbleibenden Nutzungswert eines Gebäudes. Ein hoher Objektverbrauch führt regelmäßig zu einer geringeren Restnutzungsdauer.

Öffentliche Förderung des Wohnungsbaus #

Immobilien

Die öffentliche Förderung des Wohnungsbaus umfasst finanzielle Hilfen von Bund, Ländern oder Kommunen zur Schaffung oder Modernisierung von Wohnraum. Sie erfolgt beispielsweise durch zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse oder steuerliche Vergünstigungen. Die Förderung ist häufig an bestimmte Voraussetzungen und Belegungsbindungen geknüpft.

Öffnungsklausel in Teilungserklärungen #

Recht

Eine Öffnungsklausel in einer Teilungserklärung ermöglicht es der Wohnungseigentümergemeinschaft, bestimmte Regelungen mit einem erleichterten Mehrheitsbeschluss zu ändern. Ohne eine solche Klausel wären häufig einstimmige Beschlüsse erforderlich. Sie erhöht die Flexibilität bei der Verwaltung des Gemeinschaftseigentums.

Ökologische Baumaßnahmen #

Immobilien

Ökologische Baumaßnahmen sind Bau- oder Modernisierungsmaßnahmen, die den Ressourcenverbrauch reduzieren und die Umwelt schonen. Hierzu zählen beispielsweise Wärmedämmung, der Einsatz nachhaltiger Baustoffe oder die Nutzung erneuerbarer Energien. Sie können den Gebäudewert erhöhen und langfristig Betriebskosten senken.

P

Pacht #

Recht

Die Pacht ist die entgeltliche Überlassung einer Sache oder eines Grundstücks einschließlich des Rechts, die daraus erzielten Erträge zu nutzen. Im Gegensatz zur Miete darf der Pächter die sogenannten Früchte oder Erträge der Pachtsache ziehen. Pachtverhältnisse sind insbesondere in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Gastronomie verbreitet.

Pachtvertrag #

Recht

Ein Pachtvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen Verpächter und Pächter. Er enthält insbesondere Vereinbarungen über Pachtdauer, Pachtzins sowie die zulässige Nutzung der Pachtsache. Grundlage ist das Bürgerliche Gesetzbuch.

Parabelförmige Wertminderung #

Bewertung

Die parabelförmige Wertminderung beschreibt ein Bewertungsmodell, bei dem der Wertverlust eines Gebäudes nicht gleichmäßig, sondern nach einer parabelförmigen Kurve verläuft. In den ersten Nutzungsjahren fällt die Wertminderung geringer aus und nimmt mit zunehmendem Alter zu. Das Modell soll die tatsächliche wirtschaftliche Alterung realistischer abbilden.

Penthouse #

Immobilien

Ein Penthouse ist eine hochwertig ausgestattete Wohnung im obersten Geschoss eines Gebäudes. Typische Merkmale sind großzügige Grundrisse, große Dachterrassen sowie eine besondere Aussicht. Aufgrund der exklusiven Lage erzielen Penthousewohnungen häufig überdurchschnittliche Marktwerte.

Pfandbrief #

Immobilien

Ein Pfandbrief ist ein festverzinsliches Wertpapier, das durch werthaltige Vermögenswerte wie Immobilienkredite oder öffentliche Forderungen abgesichert ist. Er dient Banken zur Refinanzierung langfristiger Darlehen. Deutsche Pfandbriefe gelten als besonders sichere Anlageform.

Plausibilisierung #

Immobilien

Die Plausibilisierung ist die fachliche Überprüfung, ob ein ermitteltes Ergebnis nachvollziehbar und realistisch ist. In der Immobilienbewertung werden beispielsweise Verkehrswerte oder Restnutzungsdauern anhand weiterer Daten oder Vergleichswerte überprüft. Sie dient der Qualitätssicherung eines Gutachtens.

Preisangabenverordnung #

Immobilien

Die Preisangabenverordnung regelt, wie Preise gegenüber Verbrauchern anzugeben sind. Ziel ist eine transparente und vergleichbare Preisgestaltung. Im Finanzierungsbereich betrifft sie unter anderem die Angabe des effektiven Jahreszinses.

Privatkredit #

Immobilien

Ein Privatkredit ist ein Darlehen, das an eine Privatperson vergeben wird. Er kann zur freien Verwendung oder für einen bestimmten Zweck, beispielsweise den Immobilienerwerb oder eine Modernisierung, aufgenommen werden. Die Kreditvergabe erfolgt auf Grundlage der Bonität des Darlehensnehmers.

Prolongation #

Immobilien

Eine Prolongation ist die Verlängerung eines bestehenden Darlehens nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindung. Dabei werden neue Konditionen, insbesondere Zinssatz und Laufzeit, vereinbart. Eine Prolongation erspart häufig den Wechsel zu einem anderen Kreditinstitut.

Provision #

Immobilien

Die Provision ist die Vergütung für die erfolgreiche Vermittlung oder den Nachweis eines Vertrags. Im Immobilienbereich erhält sie häufig der Makler nach Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags. Die Höhe richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben oder den vertraglichen Vereinbarungen.

Q

Qualitätsstichtag #

Immobilien

Der Qualitätsstichtag bezeichnet den Zeitpunkt, auf den der bauliche und technische Zustand einer Immobilie bewertet wird. Modernisierungen oder Schäden, die nach diesem Zeitpunkt eintreten, bleiben grundsätzlich unberücksichtigt. Der Qualitätsstichtag ist insbesondere bei der Ermittlung der Restnutzungsdauer von Bedeutung.

R

Rangbescheinigung #

Recht

Eine Rangbescheinigung bestätigt den vorgesehenen Rang eines Grundpfandrechts im Grundbuch. Kreditinstitute verlangen sie häufig vor Auszahlung eines Darlehens, wenn die endgültige Eintragung noch aussteht. Sie dient der vorläufigen Absicherung der Finanzierung.

Rangstelle #

Immobilien

Die Rangstelle bestimmt die Reihenfolge, in der Rechte im Grundbuch berücksichtigt werden. Im Falle einer Zwangsversteigerung werden Forderungen entsprechend ihrer Rangfolge befriedigt. Ein vorrangiges Recht bietet dem Gläubiger eine höhere Sicherheit.

Räumung #

Immobilien

Die Räumung bezeichnet die vollständige Herausgabe einer Immobilie oder eines Grundstücks durch den bisherigen Nutzer. Sie erfolgt regelmäßig nach Beendigung eines Miet- oder Pachtverhältnisses oder aufgrund eines gerichtlichen Urteils. Mit der Räumung endet die tatsächliche Besitzüberlassung.

Räumungsklage #

Immobilien

Eine Räumungsklage ist das gerichtliche Verfahren, mit dem ein Vermieter die Herausgabe einer Immobilie durch den Mieter durchsetzen kann. Voraussetzung ist in der Regel die wirksame Beendigung des Mietverhältnisses. Erst nach einem rechtskräftigen Urteil kann eine Zwangsräumung erfolgen.

Realkredit #

Immobilien

Ein Realkredit ist ein Darlehen, das durch ein Grundpfandrecht an einer Immobilie abgesichert wird. Er dient überwiegend der Finanzierung von Grundstücken und Gebäuden. Aufgrund der dinglichen Sicherheit sind die Zinssätze häufig günstiger als bei unbesicherten Krediten.

Realkreditinstitute #

Immobilien

Realkreditinstitute sind Kreditinstitute, die sich auf die Vergabe grundpfandrechtlich gesicherter Darlehen spezialisiert haben. Hierzu zählen insbesondere Pfandbriefbanken und vergleichbare Finanzierungsinstitute. Sie refinanzieren sich häufig über die Ausgabe von Pfandbriefen.

Rechtliche Restnutzungsdauer #

Restnutzungsdauer

Die rechtliche Restnutzungsdauer beschreibt den Zeitraum, in dem ein Gebäude aufgrund rechtlicher Vorgaben noch genutzt werden darf. Sie kann beispielsweise durch Erbbaurechte, Mietbindungen oder öffentlich-rechtliche Beschränkungen begrenzt sein. Sie ist von der technischen und wirtschaftlichen Restnutzungsdauer zu unterscheiden.

Referenz-Abnutzungsvorrat #

Restnutzungsdauer

Der Referenz-Abnutzungsvorrat ist ein rechnerischer Vergleichswert, der den typischen Abnutzungsgrad eines Gebäudes gleicher Art und gleichen Alters beschreibt. Er dient als Orientierung bei der Bewertung des tatsächlichen Gebäudezustands. Abweichungen können auf Modernisierungen oder einen überdurchschnittlichen Verschleiß hinweisen.

Refinanzierung #

Immobilien

Die Refinanzierung bezeichnet die Beschaffung finanzieller Mittel zur Finanzierung bereits vergebener Kredite oder neuer Investitionen. Banken refinanzieren sich beispielsweise über Kundeneinlagen oder die Ausgabe von Pfandbriefen. Die Refinanzierungskosten beeinflussen die angebotenen Darlehenszinsen.

Reinertrag #

Immobilien

Der Reinertrag ist der nachhaltig erzielbare Ertrag einer Immobilie nach Abzug der Bewirtschaftungskosten. Er bildet eine wesentliche Grundlage des Ertragswertverfahrens. Je höher der Reinertrag, desto höher ist in der Regel der Ertragswert der Immobilie.

Rendite #

Bewertung

Die Rendite beschreibt das Verhältnis zwischen dem erzielten Ertrag und dem eingesetzten Kapital. Sie dient als Kennzahl zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit einer Investition. Bei Immobilien werden häufig Brutto- und Nettorendite unterschieden.

Renovierung #

Immobilien

Eine Renovierung umfasst Maßnahmen zur optischen oder funktionalen Auffrischung einer Immobilie ohne wesentliche Veränderung der Bausubstanz. Hierzu zählen beispielsweise Malerarbeiten, Tapezierarbeiten oder der Austausch von Bodenbelägen. Renovierungen dienen dem Erhalt des Wohn- und Gebrauchswerts.

Renovierungsklausel #

Immobilien

Eine Renovierungsklausel ist eine Vereinbarung im Mietvertrag, die regelt, ob und in welchem Umfang der Mieter Schönheitsreparaturen oder Renovierungsarbeiten übernehmen muss. Ihre Wirksamkeit richtet sich nach der aktuellen Rechtsprechung. Unwirksame Klauseln entfalten keine rechtliche Bindung.

Reparaturklausel #

Immobilien

Eine Reparaturklausel ist eine vertragliche Regelung, die festlegt, welche Reparaturen vom Mieter oder Eigentümer zu tragen sind. Im Wohnraummietrecht sind insbesondere Klauseln zu Kleinreparaturen zulässig, sofern sie den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Unwirksame Klauseln verpflichten den Mieter nicht zur Kostenübernahme.

Restnutzungsdauer #

Restnutzungsdauer

Die Restnutzungsdauer beschreibt den Zeitraum, in dem ein Gebäude voraussichtlich noch wirtschaftlich genutzt werden kann. Sie berücksichtigt den baulichen Zustand, Modernisierungen, Abnutzung sowie wirtschaftliche und technische Einflussfaktoren. Die Restnutzungsdauer ist eine zentrale Grundlage für Immobilienbewertungen und die steuerliche Abschreibung nach § 7 Abs. 4 EStG.

Restschuld #

Immobilien

Die Restschuld ist der noch offene Darlehensbetrag, der nach bereits geleisteten Tilgungen verbleibt. Sie verringert sich mit jeder Tilgungszahlung und bildet die Grundlage für die weitere Verzinsung des Darlehens.

Risikolebensversicherung #

Immobilien

Eine Risikolebensversicherung zahlt im Todesfall der versicherten Person die vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten aus. Sie dient häufig der Absicherung einer Immobilienfinanzierung, damit Hinterbliebene das Darlehen weiter bedienen oder ablösen können.

Rohertrag #

Immobilien

Der Rohertrag ist die Summe der nachhaltig erzielbaren Mieterträge einer Immobilie vor Abzug der Bewirtschaftungskosten. Er bildet die Ausgangsbasis des Ertragswertverfahrens. Erst nach Abzug der Bewirtschaftungskosten ergibt sich der Reinertrag.

Rückgewähransprüche #

Immobilien

Rückgewähransprüche sind Ansprüche auf Rückübertragung oder Löschung einer Sicherheit nach vollständiger Erfüllung der gesicherten Forderung. Im Immobilienbereich betrifft dies insbesondere die Rückgewähr oder Löschung einer Grundschuld nach Rückzahlung des Darlehens.

S

Sachverständigengutachten #

Bewertung

Ein Sachverständigengutachten ist die fachliche Beurteilung eines Sachverhalts durch einen qualifizierten Sachverständigen. Im Immobilienbereich dient es beispielsweise der Wertermittlung, der Feststellung der Restnutzungsdauer oder der Beurteilung von Bauschäden.

Sachverständiger #

Immobilien

Ein Sachverständiger verfügt über besondere Fachkenntnisse und erstellt unabhängige Gutachten zu einem bestimmten Fachgebiet. Im Immobilienbereich bewertet er unter anderem den Zustand, den Verkehrswert oder die Restnutzungsdauer eines Gebäudes.

Sachwert #

Bewertung

Der Sachwert beschreibt den Wert einer Immobilie auf Grundlage der Herstellungskosten des Gebäudes zuzüglich des Bodenwerts und unter Berücksichtigung der Alterswertminderung. Er kommt insbesondere bei eigengenutzten Immobilien zur Anwendung.

Sachwertverfahren #

Bewertung

Das Sachwertverfahren ist eines der drei gesetzlich geregelten Verfahren zur Immobilienbewertung nach der ImmoWertV. Dabei werden Bodenwert und Gebäudesachwert getrennt ermittelt und anschließend zum Sachwert zusammengeführt. Es wird vor allem bei selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern angewendet.

Sanierung #

Immobilien

Eine Sanierung umfasst Maßnahmen zur Beseitigung von Mängeln oder Schäden sowie zur nachhaltigen Verbesserung eines Gebäudes. Sie kann technische, energetische oder konstruktive Bereiche betreffen. Umfangreiche Sanierungen können die Restnutzungsdauer deutlich verlängern.

Schätzung #

Immobilien

Eine Schätzung ist die überschlägige Ermittlung eines Wertes auf Grundlage vorhandener Informationen. Sie ersetzt kein vollständiges Verkehrswertgutachten, kann jedoch als erste Orientierung dienen.

Schätzungsgebühren #

Immobilien

Schätzungsgebühren sind die Kosten für die Bewertung einer Immobilie durch einen Sachverständigen oder ein Kreditinstitut. Sie fallen häufig im Rahmen einer Immobilienfinanzierung oder Wertermittlung an.

Schenkung #

Immobilien

Eine Schenkung ist die unentgeltliche Übertragung von Vermögen auf eine andere Person. Bei Immobilien ist hierfür grundsätzlich eine notarielle Beurkundung erforderlich.

Schenkungssteuer #

Steuern

Die Schenkungssteuer fällt an, wenn Vermögen unentgeltlich auf eine andere Person übertragen wird. Höhe und Steuerpflicht richten sich nach dem Verwandtschaftsverhältnis sowie den gesetzlichen Freibeträgen.

SCHUFA #

Immobilien

Die SCHUFA sammelt Informationen über das Zahlungsverhalten von Privatpersonen und stellt Bonitätsauskünfte bereit. Kreditinstitute nutzen diese Daten zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit eines Antragstellers.

Schuldübernahme #

Immobilien

Eine Schuldübernahme liegt vor, wenn ein Dritter die Verpflichtungen eines bisherigen Schuldners übernimmt. Im Immobilienbereich kann sie beispielsweise bei der Übernahme eines bestehenden Darlehens erfolgen.

Schuldzinsabzug #

Immobilien

Der Schuldzinsabzug ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen den steuerlichen Abzug von Darlehenszinsen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben. Bei vermieteten Immobilien gehören Schuldzinsen regelmäßig zu den abzugsfähigen Werbungskosten.

Selbstschuldnerische Bürgschaft #

Immobilien

Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft kann der Gläubiger den Bürgen unmittelbar in Anspruch nehmen, ohne zuvor gegen den Hauptschuldner vorgehen zu müssen. Sie bietet dem Gläubiger eine besonders starke Sicherheit.

Sicherheiten #

Immobilien

Sicherheiten dienen der Absicherung von Forderungen gegenüber einem Kreditnehmer. Im Immobilienbereich zählen hierzu insbesondere Grundschulden, Hypotheken, Bürgschaften oder Sicherungsabtretungen.

Sicherungszweckerklärung #

Immobilien

Die Sicherungszweckerklärung regelt, für welche Forderungen eine Grundschuld als Sicherheit dient. Sie ergänzt die Grundschuldbestellung und bestimmt den Umfang der Besicherung zwischen Darlehensnehmer und Kreditinstitut.

Sonderausgaben #

Immobilien

Sonderausgaben sind bestimmte private Aufwendungen, die nach dem Einkommensteuergesetz steuerlich abzugsfähig sind. Hierzu zählen beispielsweise Vorsorgeaufwendungen oder Kirchensteuer. Werbungskosten bei vermieteten Immobilien gehören dagegen nicht zu den Sonderausgaben.

Sondereigentum #

Recht

Sondereigentum bezeichnet das ausschließliche Eigentum an einer einzelnen Wohnung oder nicht zu Wohnzwecken dienenden Einheit innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Es umfasst die Räume der jeweiligen Einheit, während Gemeinschaftseigentum allen Eigentümern gemeinsam gehört.

Sondernutzungsrecht #

Recht

Ein Sondernutzungsrecht berechtigt einen einzelnen Wohnungseigentümer zur ausschließlichen Nutzung bestimmter Teile des Gemeinschaftseigentums. Häufig betrifft dies Stellplätze, Gartenflächen oder Terrassen.

Sonderumlage #

Immobilien

Eine Sonderumlage ist eine zusätzliche Zahlung der Wohnungseigentümer zur Finanzierung außerplanmäßiger Ausgaben. Sie wird beschlossen, wenn die vorhandene Instandhaltungsrücklage nicht ausreicht.

Spekulationsfrist #

Immobilien

Die Spekulationsfrist bestimmt den Zeitraum, nach dessen Ablauf der Verkauf einer privaten Immobilie in der Regel steuerfrei möglich ist. Bei selbstgenutzten Immobilien gelten teilweise abweichende Regelungen.

Staffelmiete #

Recht

Bei einer Staffelmiete erhöht sich die Miete zu vorher festgelegten Zeitpunkten um vertraglich vereinbarte Beträge. Während der Laufzeit einer Staffel sind andere Mieterhöhungen grundsätzlich ausgeschlossen.

Steigleitung #

Immobilien

Eine Steigleitung ist eine senkrecht verlaufende Versorgungsleitung innerhalb eines Gebäudes. Sie dient beispielsweise der Versorgung mit Wasser, Heizung, Gas oder Strom und gehört regelmäßig zum Gemeinschaftseigentum.

Steuerliche Förderung #

Steuern

Eine steuerliche Förderung umfasst gesetzliche Vergünstigungen, die Investitionen oder bestimmte Maßnahmen steuerlich begünstigen. Im Immobilienbereich zählen hierzu beispielsweise erhöhte Abschreibungen oder Sonderabschreibungen.

Steuermodell #

Steuern

Ein Steuermodell beschreibt eine Gestaltung, mit der steuerliche Vorteile erzielt werden sollen. Im Immobilienbereich können hierzu bestimmte Investitions- oder Finanzierungsmodelle gehören. Voraussetzung ist stets die Einhaltung der geltenden steuerrechtlichen Vorschriften.

Stranded Asset #

Immobilien

Ein Stranded Asset ist eine Immobilie, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben, technischer Entwicklungen oder veränderter Marktanforderungen dauerhaft an Wert verliert oder wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll genutzt werden kann. Häufig sind Gebäude mit schlechter Energieeffizienz oder hohem Sanierungsbedarf betroffen. Das Risiko von Stranded Assets gewinnt im Zuge der Klimaziele zunehmend an Bedeutung.

Stranding Risk Analysis #

Immobilien

Die Stranding Risk Analysis bewertet das Risiko, dass eine Immobilie künftig zu einem Stranded Asset wird. Dabei werden unter anderem Energieeffizienz, CO₂-Emissionen, gesetzliche Anforderungen und wirtschaftliche Faktoren berücksichtigt. Die Analyse dient Investoren und Eigentümern als Grundlage für Investitions- und Modernisierungsentscheidungen.

Strangsanierung #

Immobilien

Eine Strangsanierung umfasst die Erneuerung der senkrechten Versorgungsleitungen eines Gebäudes, beispielsweise für Wasser, Abwasser oder Heizung. Sie dient der langfristigen Funktionsfähigkeit der technischen Gebäudeausstattung. Eine Strangsanierung kann den Gebäudewert erhöhen und die technische Restnutzungsdauer verlängern.

T

Taxe #

Immobilien

Die Taxe ist eine ältere Bezeichnung für den durch einen Sachverständigen ermittelten Wert einer Immobilie. Heute wird überwiegend von Verkehrswert oder Marktwert gesprochen. Der Begriff wird vereinzelt noch im Kreditwesen verwendet.

Taxkosten #

Immobilien

Taxkosten sind die Kosten für die Bewertung einer Immobilie durch einen Sachverständigen oder ein Kreditinstitut. Sie fallen häufig im Zusammenhang mit einer Finanzierung oder Wertermittlung an. Die Höhe richtet sich nach Aufwand, Objektart und Honorarvereinbarung.

Technische Restnutzungsdauer #

Restnutzungsdauer

Die technische Restnutzungsdauer beschreibt den Zeitraum, in dem ein Gebäude aus technischer Sicht noch genutzt werden kann. Maßgeblich sind insbesondere Bauzustand, Materialqualität, Instandhaltung und Modernisierungen. Sie ist von der wirtschaftlichen und rechtlichen Restnutzungsdauer zu unterscheiden.

Teileigentum #

Recht

Teileigentum ist das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen innerhalb eines Gebäudes. Hierzu zählen beispielsweise Büros, Praxen oder Ladenflächen. Es entsteht durch Teilungserklärung und Eintragung im Grundbuch.

Teilungserklärung #

Recht

Die Teilungserklärung ist die notarielle Erklärung, mit der ein Grundstück in Wohnungs- oder Teileigentum aufgeteilt wird. Sie regelt die Aufteilung in Sonder- und Gemeinschaftseigentum sowie die Miteigentumsanteile. Sie bildet die rechtliche Grundlage einer Wohnungseigentümergemeinschaft.

Tilgung #

Immobilien

Die Tilgung ist die Rückzahlung eines aufgenommenen Darlehens. Mit jeder Tilgungsleistung verringert sich die Restschuld und damit regelmäßig auch die zukünftige Zinsbelastung.

Tilgungsaussetzung #

Immobilien

Bei einer Tilgungsaussetzung werden die Tilgungszahlungen für einen vereinbarten Zeitraum ausgesetzt. Währenddessen werden in der Regel nur die Darlehenszinsen gezahlt. Anschließend wird die Tilgung wieder aufgenommen oder neu vereinbart.

Tilgungsfreijahre #

Immobilien

Tilgungsfreijahre sind Zeiträume zu Beginn einer Finanzierung, in denen keine Tilgung geleistet wird. Der Darlehensnehmer zahlt in dieser Phase meist nur die vereinbarten Zinsen. Sie werden häufig bei Förderdarlehen angeboten.

Tilgungsplan #

Immobilien

Ein Tilgungsplan zeigt die Entwicklung eines Darlehens über die gesamte Laufzeit. Er enthält insbesondere die Höhe der Tilgungs- und Zinszahlungen sowie die verbleibende Restschuld nach jeder Zahlung.

Tilgungsstreckung #

Immobilien

Eine Tilgungsstreckung verlängert die Rückzahlungsdauer eines Darlehens durch eine geringere laufende Tilgung. Dadurch sinkt die monatliche Belastung, gleichzeitig erhöhen sich regelmäßig die gesamten Finanzierungskosten.

Titel #

Immobilien

Ein Titel ist eine vollstreckbare Urkunde oder gerichtliche Entscheidung, aus der ein Gläubiger die Zwangsvollstreckung betreiben kann. Beispiele sind Urteile, Vollstreckungsbescheide oder notarielle Urkunden mit Vollstreckungsunterwerfung.

Tragstruktur #

Immobilien

Die Tragstruktur umfasst alle tragenden Bauteile eines Gebäudes, die Lasten aufnehmen und in den Baugrund ableiten. Hierzu zählen insbesondere Fundamente, Wände, Stützen, Decken und Dachkonstruktionen. Ihr Zustand ist für die Standsicherheit eines Gebäudes entscheidend.

Treuhänder #

Immobilien

Ein Treuhänder verwaltet Vermögenswerte oder Rechte im Interesse eines Dritten auf Grundlage eines Treuhandverhältnisses. Im Immobilienbereich übernimmt er beispielsweise die treuhänderische Verwaltung von Kaufpreiszahlungen oder Sicherheiten.

Treuhänderauftrag #

Immobilien

Ein Treuhänderauftrag legt die Aufgaben und Befugnisse eines Treuhänders fest. Er bestimmt, unter welchen Voraussetzungen Vermögenswerte verwaltet, ausgezahlt oder übertragen werden dürfen.

Treuhandvertrag #

Recht

Ein Treuhandvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen Treugeber und Treuhänder. Er enthält insbesondere Vorgaben zur Verwaltung, Verwendung und Herausgabe der treuhänderisch übernommenen Vermögenswerte.

Treuhandzahlung #

Immobilien

Eine Treuhandzahlung ist eine Zahlung, die zunächst von einem Treuhänder verwaltet wird. Die Auszahlung erfolgt erst, wenn die vertraglich vereinbarten Voraussetzungen erfüllt sind. Dadurch werden die Interessen aller Vertragsparteien abgesichert.

U

Umbauter Raum #

Immobilien

Der umbaute Raum beschreibt das von den Außenflächen eines Gebäudes umschlossene Bauvolumen. Er wird in Kubikmetern angegeben und dient unter anderem der Baukosten- und Gebäudebewertung.

Umlagefähig #

Immobilien

Umlagefähig sind Betriebskosten, die der Vermieter nach den gesetzlichen Vorschriften oder dem Mietvertrag auf den Mieter umlegen darf. Hierzu zählen beispielsweise Heiz-, Wasser- oder Müllgebühren.

Umschuldung #

Immobilien

Eine Umschuldung ersetzt ein bestehendes Darlehen ganz oder teilweise durch ein neues Darlehen. Ziel ist häufig die Verbesserung der Finanzierungskonditionen oder die Zusammenfassung mehrerer Kredite.

Unbedenklichkeitsbescheinigung (Anlage) #

Recht

Die Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt, dass die Grunderwerbsteuer für einen Immobilienkauf entrichtet wurde oder keine Steuer anfällt. Sie wird vom Finanzamt ausgestellt und ist Voraussetzung für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Unterhaltungsstau #

Immobilien

Ein Unterhaltungsstau liegt vor, wenn notwendige Instandhaltungs- oder Reparaturmaßnahmen über einen längeren Zeitraum unterlassen wurden. Dadurch können der Gebäudewert sinken und die Restnutzungsdauer verkürzt werden.

Untermieter #

Recht

Ein Untermieter nutzt eine Wohnung oder einen Teil davon aufgrund eines Mietvertrags mit dem Hauptmieter. Für eine Untervermietung ist regelmäßig die Zustimmung des Vermieters erforderlich.

Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung #

Recht

Die Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung ist eine notarielle Erklärung, mit der sich ein Schuldner verpflichtet, die sofortige Zwangsvollstreckung aus einer Urkunde zu akzeptieren. Sie wird häufig bei Immobilienfinanzierungen vereinbart und ermöglicht dem Gläubiger eine schnellere Durchsetzung seiner Ansprüche.

V

Valutierung #

Immobilien

Die Valutierung bezeichnet die tatsächliche Auszahlung oder Inanspruchnahme eines Darlehens. Erst mit der Valutierung beginnt regelmäßig die Verzinsung des ausgezahlten Darlehensbetrags.

Variabler Zins #

Immobilien

Ein variabler Zins ist ein Zinssatz, der sich während der Darlehenslaufzeit entsprechend eines vereinbarten Referenzzinssatzes ändern kann. Dadurch können sich sowohl die monatlichen Raten als auch die Gesamtkosten der Finanzierung verändern.

Variantenvergleich #

Immobilien

Ein Variantenvergleich stellt mehrere Planungs-, Bau- oder Finanzierungsalternativen gegenüber. Ziel ist es, die wirtschaftlich, technisch oder rechtlich sinnvollste Lösung zu ermitteln. Er wird häufig im Rahmen von Gutachten oder Investitionsentscheidungen durchgeführt.

Veranda #

Immobilien

Eine Veranda ist ein überdachter, meist ebenerdiger Anbau an einem Gebäude, der als Aufenthalts- oder Übergangsbereich dient. Je nach Bauweise kann sie bei der Flächenberechnung unterschiedlich berücksichtigt werden.

Verbraucherpreisindex (VPI) #

Immobilien

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte regelmäßig kaufen. Er wird vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht und dient als wichtiger Indikator für die Inflation. Im Immobilienbereich wird der VPI unter anderem für Indexmietverträge und Wertsicherungsklauseln verwendet.

Verbundfinanzierung #

Immobilien

Eine Verbundfinanzierung kombiniert mehrere Finanzierungsbausteine zu einer Gesamtlösung. Hierzu können beispielsweise Bankdarlehen, Bausparverträge und öffentliche Förderdarlehen gehören. Ziel ist eine möglichst wirtschaftliche und auf den Finanzierungsbedarf abgestimmte Finanzierung.

Vergleichsmiete #

Recht

Die Vergleichsmiete ist die ortsübliche Miete für vergleichbare Wohnungen in einer Gemeinde oder einem vergleichbaren Gebiet. Sie berücksichtigt insbesondere Lage, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Baujahr der Immobilie. Die Vergleichsmiete bildet die Grundlage für viele Mieterhöhungen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch.

Vergleichswertverfahren #

Bewertung

Das Vergleichswertverfahren ist eines der drei gesetzlich geregelten Verfahren zur Immobilienbewertung nach der ImmoWertV. Der Immobilienwert wird anhand tatsächlich erzielter Kaufpreise vergleichbarer Objekte ermittelt. Das Verfahren wird insbesondere bei Eigentumswohnungen und unbebauten Grundstücken angewendet.

Vergleichswohnungen #

Immobilien

Vergleichswohnungen sind Wohnungen, die hinsichtlich Lage, Größe, Ausstattung, Baujahr und Zustand mit einer anderen Wohnung vergleichbar sind. Sie dienen als Grundlage zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Je höher die Vergleichbarkeit, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis.

Verkehrswert #

Bewertung

Der Verkehrswert ist der Preis, der zum Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr für eine Immobilie erzielt werden könnte. Er berücksichtigt die rechtlichen Gegebenheiten, tatsächlichen Eigenschaften sowie die Lage und Nutzungsmöglichkeiten des Objekts. Der Verkehrswert entspricht dem Marktwert einer Immobilie.

Verkehrswertgutachten #

Bewertung

Ein Verkehrswertgutachten ist ein Sachverständigengutachten zur Ermittlung des Verkehrswerts einer Immobilie. Es wird nach den Vorgaben der Immobilienwertermittlungsverordnung erstellt und berücksichtigt alle wertrelevanten Merkmale des Objekts. Verkehrswertgutachten werden unter anderem für Gerichte, Banken, Finanzämter oder Erbauseinandersetzungen benötigt.

Versammlungsprotokoll #

Immobilien

Das Versammlungsprotokoll dokumentiert die Beschlüsse und den Ablauf einer Eigentümerversammlung. Es enthält insbesondere die gefassten Beschlüsse, Abstimmungsergebnisse und wesentlichen Diskussionspunkte. Das Protokoll dient als Nachweis für die Wohnungseigentümergemeinschaft und deren Verwalter.

Verteilung der Kosten und Lasten #

Recht

Die Verteilung der Kosten und Lasten regelt, welche Partei die laufenden Kosten und Verpflichtungen einer Immobilie trägt. Beim Immobilienkauf wird der Übergang regelmäßig im Kaufvertrag festgelegt. Bei Wohnungseigentum erfolgt die Kostenverteilung häufig nach den Miteigentumsanteilen oder den Regelungen der Gemeinschaftsordnung.

Verwaltervollmacht #

Immobilien

Die Verwaltervollmacht berechtigt den Verwalter einer Wohnungseigentümergemeinschaft, bestimmte Rechtsgeschäfte und Verwaltungsmaßnahmen im Namen der Gemeinschaft vorzunehmen. Umfang und Grenzen ergeben sich aus dem Verwaltervertrag, dem Wohnungseigentumsgesetz und den Beschlüssen der Eigentümergemeinschaft.

Verwaltungsbeirat #

Immobilien

Der Verwaltungsbeirat unterstützt und überwacht den Verwalter einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Er prüft unter anderem den Wirtschaftsplan, die Jahresabrechnung und bereitet Eigentümerversammlungen vor. Seine Aufgaben ergeben sich aus dem Wohnungseigentumsgesetz und den Beschlüssen der Eigentümer.

Vollstreckungstitel #

Recht

Ein Vollstreckungstitel ist eine rechtliche Grundlage, die die Zwangsvollstreckung einer Forderung ermöglicht. Hierzu zählen beispielsweise Urteile, Vollstreckungsbescheide oder notarielle Urkunden mit Vollstreckungsklausel. Ohne Vollstreckungstitel ist eine Zwangsvollstreckung grundsätzlich nicht möglich.

Vorfälligkeitsentschädigung #

Immobilien

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Ausgleichszahlung an ein Kreditinstitut, wenn ein Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung vollständig zurückgezahlt wird. Sie soll den Zinsschaden der Bank ausgleichen. Ob und in welcher Höhe eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben und dem Darlehensvertrag.

Vorkaufsrecht #

Recht

Das Vorkaufsrecht berechtigt eine Person, beim Verkauf einer Immobilie zu den mit einem Dritten vereinbarten Bedingungen in den Kaufvertrag einzutreten. Es kann gesetzlich oder vertraglich begründet sein und wird teilweise im Grundbuch eingetragen. Das Vorkaufsrecht schützt bestimmte Personen oder Institutionen vor einem Verkauf an Dritte.

Vorkaufsrecht-Verzichtserklärung #

Recht

Mit der Vorkaufsrecht-Verzichtserklärung bestätigt der Berechtigte, dass er sein bestehendes Vorkaufsrecht nicht ausübt. Sie wird häufig benötigt, bevor der Eigentumswechsel im Grundbuch vollzogen werden kann. Dadurch erhält der Käufer Rechtssicherheit für die Durchführung des Immobilienkaufs.

W

WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft) #

Recht

Die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) besteht aus allen Eigentümern der Wohnungen oder Teileigentumseinheiten einer Wohnanlage. Sie verwaltet das gemeinschaftliche Eigentum und entscheidet durch Beschlüsse über dessen Erhaltung und Nutzung. Grundlage ist das Wohnungseigentumsgesetz (WEG).

WEG-Verwalter #

Recht

Der WEG-Verwalter übernimmt die laufende Verwaltung des Gemeinschaftseigentums im Auftrag der Wohnungseigentümergemeinschaft. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Umsetzung von Beschlüssen, die Erstellung des Wirtschaftsplans und die Organisation von Instandhaltungsmaßnahmen.

WEG-Verwaltung vs. Mietverwaltung #

Recht

Die WEG-Verwaltung betreut das Gemeinschaftseigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft und handelt im Interesse aller Eigentümer. Die Mietverwaltung kümmert sich dagegen um vermietete Immobilien im Auftrag des Eigentümers, beispielsweise um Mietverträge, Betriebskostenabrechnungen und Mieterangelegenheiten. Beide Verwaltungsarten unterscheiden sich in Aufgaben, Rechtsgrundlagen und Auftraggebern.

Werbungskosten #

Immobilien

Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung oder Erhaltung von Einnahmen. Bei vermieteten Immobilien zählen hierzu beispielsweise Schuldzinsen, Abschreibungen, Instandhaltungskosten oder Verwaltungskosten. Sie können steuerlich von den Mieteinnahmen abgezogen werden.

Wertermittlung #

Bewertung

Die Wertermittlung dient der Feststellung des Verkehrswerts oder eines anderen Bewertungswerts einer Immobilie. Je nach Bewertungsanlass kommen das Vergleichswert-, Ertragswert- oder Sachwertverfahren zur Anwendung. Grundlage bilden die Vorgaben der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV).

Wertgutachten #

Bewertung

Ein Wertgutachten ist die schriftliche Bewertung einer Immobilie durch einen qualifizierten Sachverständigen. Es dokumentiert die wertrelevanten Merkmale des Objekts sowie das angewandte Bewertungsverfahren. Wertgutachten werden unter anderem für Kauf, Verkauf, Finanzierung oder steuerliche Zwecke erstellt.

Wertminderung #

Bewertung

Die Wertminderung beschreibt den Rückgang des Wertes einer Immobilie oder einzelner Bauteile. Ursachen können Alterung, Abnutzung, Schäden oder geänderte Marktverhältnisse sein. Sie wird bei der Immobilienbewertung entsprechend berücksichtigt.

Wertsteigerung #

Bewertung

Eine Wertsteigerung ist die Erhöhung des Markt- oder Verkehrswerts einer Immobilie. Sie kann beispielsweise durch Modernisierungen, eine verbesserte Lageentwicklung oder steigende Immobilienpreise entstehen. Auch eine Verlängerung der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer kann den Immobilienwert erhöhen.

Wirtschaftliche Restnutzungsdauer #

Restnutzungsdauer

Die wirtschaftliche Restnutzungsdauer bezeichnet den Zeitraum, in dem ein Gebäude voraussichtlich noch wirtschaftlich genutzt werden kann. Sie berücksichtigt neben dem baulichen Zustand auch wirtschaftliche und funktionale Einflussfaktoren. Die wirtschaftliche Restnutzungsdauer ist insbesondere für die steuerliche Abschreibung und Immobilienbewertung von Bedeutung.

wirtschaftliche Überalterung #

Restnutzungsdauer

Eine wirtschaftliche Überalterung liegt vor, wenn ein Gebäude den aktuellen Marktanforderungen nicht mehr entspricht, obwohl die Bausubstanz noch nutzbar ist. Ursachen können veraltete Grundrisse, fehlende technische Ausstattung oder mangelnde Energieeffizienz sein. Sie kann die Restnutzungsdauer und den Immobilienwert erheblich beeinflussen.

Wirtschaftsplan #

Immobilien

Der Wirtschaftsplan ist die vorausschauende Aufstellung der erwarteten Einnahmen und Ausgaben einer Wohnungseigentümergemeinschaft für ein Wirtschaftsjahr. Er dient als Grundlage für die Höhe des Hausgeldes und wird von der Eigentümerversammlung beschlossen.

Wohnfläche #

Immobilien

Die Wohnfläche umfasst die Flächen einer Wohnung, die zum Wohnen genutzt werden können. Ihre Berechnung richtet sich in vielen Fällen nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV). Die Wohnfläche ist unter anderem für Mietverträge, Kaufpreise und Immobilienbewertungen von Bedeutung.

Wohnflächenberechnung #

Immobilien

Die Wohnflächenberechnung ermittelt die Größe der Wohnfläche nach den geltenden gesetzlichen oder vertraglichen Vorgaben. Je nach Berechnungsmethode werden Balkone, Dachschrägen oder Kellerräume unterschiedlich berücksichtigt. Eine korrekte Wohnflächenberechnung ist für Miet- und Kaufverträge von großer Bedeutung.

Wohnflächenverordnung (WoFlV) #

Immobilien

Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) regelt die Berechnung der Wohnfläche bei öffentlich gefördertem Wohnraum und wird häufig auch im frei finanzierten Wohnungsbau angewendet. Sie legt fest, welche Flächen vollständig, teilweise oder gar nicht zur Wohnfläche zählen.

Wohngeld #

Immobilien

Wohngeld bezeichnet im Wohnungseigentumsrecht die monatlichen Vorauszahlungen der Eigentümer auf die laufenden Kosten des Gemeinschaftseigentums. Es umfasst unter anderem Betriebs-, Verwaltungs- und Instandhaltungskosten. Umgangssprachlich wird Wohngeld häufig mit Hausgeld gleichgesetzt.

Wohnungseigentum/Sondereigentum #

Recht

Sondereigentum umfasst die einzelnen Wohnungen oder sonstigen abgeschlossenen Einheiten, die einem Eigentümer allein gehören. Gemeinschaftlich genutzte Gebäudeteile wie Dach, Fassade oder Treppenhaus gehören dagegen zum Gemeinschaftseigentum.

Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) #

Recht

Die Wohnungseigentümergemeinschaft besteht aus allen Eigentümern einer Wohnanlage. Sie verwaltet das Gemeinschaftseigentum gemeinschaftlich und fasst Beschlüsse über dessen Erhaltung, Nutzung und Verwaltung. Grundlage ist das Wohnungseigentumsgesetz.

Wohnungseigentümerversammlung #

Immobilien

Die Wohnungseigentümerversammlung ist das zentrale Beschlussorgan einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Hier entscheiden die Eigentümer unter anderem über den Wirtschaftsplan, Instandhaltungsmaßnahmen und die Bestellung des Verwalters. Beschlüsse werden nach den gesetzlichen Vorgaben gefasst.

Wohnungsübergabeprotokoll #

Immobilien

Das Wohnungsübergabeprotokoll dokumentiert den Zustand einer Wohnung bei Übergabe oder Rückgabe. Es enthält Angaben zu Zählerständen, Schlüsseln sowie vorhandenen Mängeln oder Schäden. Das Protokoll dient als wichtiger Nachweis für beide Vertragsparteien.

Z

Zahlungsaufforderung #

Immobilien

Eine Zahlungsaufforderung ist die Aufforderung an einen Schuldner, eine fällige Forderung innerhalb einer bestimmten Frist zu begleichen. Erfolgt keine Zahlung, können weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden.

Zeitmietvertrag #

Recht

Ein Zeitmietvertrag ist ein Mietvertrag, der von Beginn an auf eine bestimmte Laufzeit befristet ist. Eine Befristung ist nur unter den gesetzlich vorgesehenen Voraussetzungen zulässig. Nach Ablauf endet das Mietverhältnis grundsätzlich automatisch.

Zins #

Immobilien

Der Zins ist das Entgelt für die Überlassung von Kapital über einen bestimmten Zeitraum. Bei Darlehen wird er regelmäßig als Prozentsatz des ausstehenden Kapitals berechnet. Die Höhe des Zinssatzes beeinflusst die Gesamtkosten einer Finanzierung.

Zinsänderungsrisiko #

Immobilien

Das Zinsänderungsrisiko beschreibt das Risiko steigender oder fallender Marktzinsen während der Laufzeit einer Finanzierung. Es betrifft insbesondere Darlehen mit variablem Zinssatz oder Anschlussfinanzierungen.

Zinsanpassung #

Immobilien

Eine Zinsanpassung ist die Änderung des Zinssatzes eines Darlehens nach Ablauf einer Zinsbindungsfrist oder aufgrund vertraglicher Vereinbarungen. Sie orientiert sich regelmäßig am aktuellen Zinsniveau.

Zinsfestschreibung #

Immobilien

Die Zinsfestschreibung bezeichnet den Zeitraum, in dem der Zinssatz eines Darlehens unverändert bleibt. Während dieser Zeit besteht für den Darlehensnehmer Planungssicherheit hinsichtlich der Zinskosten.

Zinssatz #

Immobilien

Der Zinssatz gibt an, wie hoch die Verzinsung eines Darlehens oder einer Geldanlage pro Jahr ist. Er wird üblicherweise als Prozentsatz angegeben und bildet die Grundlage für die Berechnung der Zinsen.

Zugewinnausgleich #

Immobilien

Der Zugewinnausgleich regelt den Vermögensausgleich zwischen Ehegatten bei Beendigung des gesetzlichen Güterstands der Zugewinngemeinschaft. Immobilien können dabei einen erheblichen Einfluss auf die Höhe des Ausgleichsanspruchs haben.

Zwangsversteigerung #

Recht

Die Zwangsversteigerung ist ein gerichtliches Verfahren zur Verwertung einer Immobilie, um Forderungen eines Gläubigers zu befriedigen. Der Eigentümer verliert mit dem Zuschlag sein Eigentum an der Immobilie.

Zwangsvollstreckung #

Recht

Die Zwangsvollstreckung dient der zwangsweisen Durchsetzung einer titulierten Forderung. Sie kann unter anderem durch Pfändung, Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung erfolgen.

Zweckbestimmungserklärung #

Immobilien

Die Zweckbestimmungserklärung legt fest, zu welchem Zweck eine Einheit innerhalb einer Wohnungseigentumsanlage genutzt werden darf. Sie ist Bestandteil der Teilungserklärung und kann die zulässige Nutzung rechtlich einschränken.

Zwischenfinanzierung #

Immobilien

Eine Zwischenfinanzierung ist ein kurzfristiges Darlehen zur Überbrückung eines vorübergehenden Finanzierungsbedarfs. Sie wird häufig genutzt, bis Eigenkapital oder der Erlös aus dem Verkauf einer anderen Immobilie verfügbar ist.

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